Weiningen
Kleine Plätze sollen Verkehr beruhigen

Gemeinde und Kanton stellen das Gestaltungskonzept für die Ortsdurchfahrten vor. Geplant ist, dass, analog zur Situation beim Gemeindehaus, auf der Höhe des Klosterweges ein Platz mit Fussgängerstreifen entsteht.

Sandro Zimmerli
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So könnte der Platz auf der Zürcherstrasse beim Klosterweg ab 2014 gestaltet werden. Visualisierung/ZVG

So könnte der Platz auf der Zürcherstrasse beim Klosterweg ab 2014 gestaltet werden. Visualisierung/ZVG

Weiningen rüstet sich für die Zeit des Gubrist-Ausbaus. Gestern informierten der Gemeinderat und das kantonale Amt für Verkehr die Bevölkerung über die geplanten Massnahmen zur Verkehrsberuhigung der Ortsdurchfahrten. Zu diesem Zweck wurde ein Konzept erarbeitet, das als Grundlage für die Festlegung des definitiven Ausführungsprojekts dienen soll.

Im Wesentlichen konzentriert sich das Konzept auf die Badener- und Regensdorferstrasse – beide in Kantonsbesitz – sowie auf die kommunale Zürcherstrasse. Zudem sind auf der Dietikonerstrasse und bei der Bushaltestelle vor dem Oberstufenschulhaus Massnahmen geplant. Bei der Planung musste darauf geachtet werden, dass sich die einzelnen Projekte in das überkommunal schützenswerte Ortsbild integrieren lassen, wie Peter von Känel vom Planungsbüro Suter, von Känel und Wild erklärte.

Fahrbahnhaltestellen für die Busse

Ziel des Konzeptes ist es deshalb unter anderem, den Strassenraum dorfbildgerecht zu gestalten und gleichzeitig den Verkehr zu beruhigen. Auf der Dietikonerstrasse soll deshalb der Fussgängerstreifen kurz vor der Einmündung in die Badenerstrasse mit einer Mittelinsel versehen werden und damit den Ortseingang markieren. Die Badenerstrasse wird beidseitig mit einem 1,25 Meter breiten Radstreifen versehen. Die Mittellinie wird entfernt. Auf Höhe des Gemeindehauses soll ein Platz mit Fussgängerstreifen entstehen. Dazu wird die Strasse in diesem Bereich auf das gleiche Niveau wie der Gehweg angehoben. Der Platz wird am Anfang und am Ende mit einer Bodenmarkierung gekennzeichnet.

Vor dem Lindenplatz sollen die beiden Bushaltestellen auf die Fahrbahn versetzt werden. Die Haltestellenbuchten werden somit aufgehoben. Vor dem Lichtsignal wird die Strasse von heute zwei Spuren auf eine reduziert. Dadurch wird der Gehweg verbreitert. Auf der Regensdorferstrasse wird beim Fussgängerstreifen bei der Kirche eine Mittelinsel gebaut. Zudem werden beim Fussgängerstreifen auf der Höhe des Schlösslis Gestaltungselemente auf der Fahrbahn angebracht.

Der Radweg ist nur noch bergwärts Richtung Regensdorf markiert. Die Kosten für diese Massnahme werden mit rund 2,7 Millionen Franken veranschlagt. Der Kanton wird sich mit knapp 1,8 Millionen Franken daran beteiligen. Die Gemeinde müsste 835000 Franken aufwenden. Allenfalls kann auch mit einer Kostenbeteiligung aus dem Agglomerationsprogramm gerechnet werden. Dieses wird Ende Juni beim Bund eingereicht.

Umsetzung ab 2014 geplant

Für die Massnahmen auf der Zürcherstrasse sowie bei der Bushaltestelle Schulhaus wird mit Kosten von 2 Millionen Franken gerechnet, die vollumfänglich durch die Gemeinde getragen werden müssen. Möglicherweise gibt es auch dort Geld aus dem Agglomerationsprogramm.

Geplant ist, dass, analog zur Situation beim Gemeindehaus, auf der Höhe des Klosterweges ein Platz mit Fussgängerstreifen entsteht. Wie auf der Badenerstrasse wird auch auf der Zürcherstrasse die Mittellinie entfernt und beidseitig ein Radweg markiert. Auf Höhe des Bodengässlis soll ein weiterer Platz entstehen. Die Haltestellen «Ausserdorf» werden ebenfalls auf die Strasse versetzt. Jene Richtung Dietikon wird gegenüber derjenigen in die andere Fahrtrichtung versetzt. Auch die Bushaltestelle «Schulhaus» in Fahrtrichtung Unterengstringen wird versetzt, und zwar direkt vor das Schulhaus. Gemäss Zeitplan wird frühestens Anfang 2014 mit der Umsetzung der Massnahmen begonnen.