Wem jedoch kein Import- oder Plastikbaum ins Haus kommt, der findet bei den Brüdern Andres und Roland Peyer ein passendes Exemplar: ungedüngt und aus Schweizer Wäldern, wohlbemerkt.

Der Christbaumverkauf auf dem Kirchplatz gehört seit vielen Jahren zur Dietiker Weihnachts-Tradition. Seit drei Jahren werden auch im Limmatfeld welche angeboten. Die Vielfalt der Bio-Bäume lockt zu einem kleinen Rundgang: «Wir haben verschiedene Grössen und Sorten. Dieses Jahr - so scheint es mir - sind die kleinen Nordmanntannen im Trend», sagt Roland Peyer, während er sich auf dem Rapidplatz zwischen buschigen Nadelästen zu einem Vorzeigemodell durchdringt.

Beliebt seien auch die Bäume mit gelblicher Färbung: «Diese sogenannten Sumpftannen kommen aus dem Reppischtal», erklärt der 48-Jährige, der seit drei Jahren für den Standort im Limmatfeld zuständig ist. Er habe gehört, dass beispielsweise Allergiker mit dieser Sorte keine Mühe haben.

Rinde muss unversehrt bleiben

Er betont dabei auch, was es beim Kauf zu beachten gilt: «Ich kann nur den Kopf schütteln, wenn ich sehe, wie manche Verkäufer die Bäume unten am Stiel schnitzen, damit sie in den Ständer passen», ärgert sich der Dietiker. Die Rinde seiner Bäume bleibe vor dem Verkauf unversehrt, alles andere sei schädlich, warnt er auch seinen Kunden Thomas Schüepp.

Der 30-Jährige hat sich für eine schulterhohe Fichte entschieden: «Mir ist es wichtig, dass es Schweizer Bäume sind. Wieso sollen wir importieren, wenn es hierzulande genug gibt?», so der Kunde. Er sei froh um das Angebot im Limmatfeld und freue sich schon auf das Schmücken: «Ich hänge weisse Kugeln und ein bisschen Lametta an meinen Baum», verrät Schüepp, bevor seine Fichte für den Transport in Netz gehüllt wird.

Auf dem Kirchplatz werden ebenfalls diverse Sorten angeboten, sogar ein bisschen mehr als auf dem Rapidplatz. Andres Peyer kümmert sich mit seinem Bruder Roland seit Jahren um das Geschäft: «Unser Vater hat schon mit unserem Grossvater die Tannen und Fichten aus dem Reppischtal und Aargau geholt und verkauft», erinnert er sich.
Was jedoch den Umsatz angehe, habe sich im Lauf der Jahre einiges verändert: «Import- und Plastikbäume haben dem Verkauf natürlich zugesetzt. Trotzdem können wir auf eine treue Kundschaft zählen», erzählt der 44-Jährige, während die nächsten Käufer auf seine Beratung warten.

Eine Tanne für jeden Geschmack

Diesmal sollen es für die Geschwister Sibylle und Roger Moroge gleich zwei Bäume sein. Unterschiedlich sind jedoch die Vorstellungen vom idealen Weihnachtsbaum: «Meiner ist klein und buschig und wird mit farbigen Lichtern geschmückt», verrät Sibylle Moroge mit grosser Vorfreude. Ihr Bruder ist da anderer Meinung: «Bei mir kommen weisse Elektrolichter auf den Baum, ganz klassisch halt», betont der 39-Jährige, bevor er seinen grossen und den kleinen Baum der Schwester am Netz packt und damit über den Dietiker Bahnhofplatz schlendert.