«Wir erhielten in diesem Jahr durch die Absage des Weihnachtsmarktes im Freien viele Anfragen, ob bei uns noch ein Platz frei ist. Deshalb ist auch das Angebot vielfältiger geworden», sagte Präsident Walter Stalder. Neu konnten sich etwa Vertreterinnen des Frauenchors Schlieren mit Adventskränzen im Foyer einrichten.

Aus einem spontanen Gedanken heraus hielt auch die 20-jährige Stefanie Altorfer an der Idee des Verkaufs eigener Geschenkartikel fest und produzierte in den vergangenen zwei Monaten an den Abenden und Wochenenden unentwegt kleine handgemachte Produkte.

Entstanden sind Turntaschen sowie Aufbewahrungs- und Babyartikel, die sie nun vor Ort anbot. Sie sei die Enkelin von Walter Stalder und begeistert vom Märt. «Es lief sehr gut, viel besser als erwartet. Innert Kürze waren fast alle der Engel verkauft. Sie sind sozusagen alle weggeflogen», sagte sie und zeigte auf ein letztes Exemplar. Ihre Näharbeiten seien ohne Schnittmuster und Vorlage entstanden. Sie habe einfach ausprobiert. «Die Liebe zum Detail ist mir sehr wichtig», sagte die KV-Absolventin.

Besucher schätzen das Angebot

Im grösseren Saal bot Monica Laim aus Schlieren ihre Betonkreationen feil. «Wenn es mir gut geht, bin ich kreativ und wenn ich kreativ bin, geht es mir gut. Ich würde vieles auch verschenken, damit ich Platz für Neues habe.»

Den Charme, nicht perfekter Ergebnisse, habe sie dabei erst entdecken müssen und so zauberte sie aus einer Kugel, die ihr eigentlich zerbrochen war, durch das Nachzeichnen der entstandenen Risse kurzerhand ein einzigartigeres Dekorationsmodell, das als Kerzenlichthalter dient. Sie schätze die treue Kundschaft an solchen Märkten sehr und erhalte auch immer Anfragen für Kurse.

Auch den Besucher und Besucherinnen gefiel der Markt: «Eigentlich wollte ich mich von den Ideen nur inspirieren lassen, aber jetzt habe ich gerade recht zugeschlagen», sagte Gisela Walz aus Schlieren. «Ich mag solche selbst gemachten Sachen sehr und dieser kleine charmante Markt ist immer schön», meinte sie.