Mutmassungen des «Tages-Anzeigers» über mögliche Hintergründe der Tat wollte Kantonspolizei-Sprecherin Cornelia Schuoler gestern auf Anfrage nicht kommentieren.

Laut «Tages-Anzeiger» hatten der 49-jährige Sohn der Getöteten und dessen 33-jährige Ehefrau während der letzten zwei Monate vorübergehend bei der 84-Jährigen gewohnt.

Zuvor habe diese seit dem Tod ihres Mannes vor zwei Jahren allein in der Wohnung gelebt. Der Sohn und die Schwiegertochter wollten gemäss dem Zeitungsbericht per 1. April in die neue Eigentumswohnung des Sohnes in Unterengstringen ziehen.

Da diese noch nicht bezugsbereit gewesen sei, seien sie vorübergehend zu der 84-Jährigen gezogen, um Geld zu sparen.

Nach Angaben von deren Vermieterin habe sich die 33-Jährige stark in den Haushalt eingemischt und der Schwiegermutter fast alle Arbeiten abgenommen.

Ein Nachbar erklärte laut «Tages-Anzeiger», sie habe der Rentnerin «ihre Persönlichkeitsrechte» weggenommen.

Die Rentnerin habe aber kein böses Wort über die neue Schwiegertochter geäussert, mit der ihr Sohn seit Ende 2015 verheiratet sei.

Rettungskräfte hatten die Rentnerin am vergangenen Mittwochabend tot in ihrer Wohnung aufgefunden.

Kurz zuvor hatte der 49-jährige Sohn bei der Kantonspolizei angerufen und gemeldet, es gehe seiner Mutter gesundheitlich nicht gut.

Die Obduktion ergab laut Polizeiangaben, dass sie gewaltsam ums Leben kam. Der Sohn und dessen Ehefrau wurden verhaftet. Die Ermittlungen laufen weiter.