Gemeindefusionen

Kirchenrat geht auf Limmattaler Reformierte zu

Der Urdorfer Kirchenpflegepräsident Alfred Bruppacher ist vom Kirchenrat bisher noch nicht kontaktiert worden. (Archiv)

Der Urdorfer Kirchenpflegepräsident Alfred Bruppacher ist vom Kirchenrat bisher noch nicht kontaktiert worden. (Archiv)

Der kantonale Kirchenrat der Reformierten will in der Frage der Kirchgemeindefusionen auf die Limmattaler Kirchenpflegen zu gehen. Dies teilte die katholische internationale Presseagentur (KIPA) mit.

Die Präsidien der Kirchgemeinden des Bezirks Dietikon verfassten zuvor eine Erklärung an den Kirchenrat, worin sie Kritik an seinem Reformprojekt «KirchGemeindePlus» übten, das eine Reduktion der 180 Kirchgemeinden im Kanton zu 60 grösseren Gebilden vorsieht.

«Wir werden mit den Unterzeichnenden das direkte Gespräch suchen», sagte der Sprecher des Kirchenrats Nicolas Mori am Dienstag. Man nehme die Kritik ernst. Man sei nicht daran interessiert, Prozesse zu erzwingen. Am Ende seien es die Gemeinden selbst, die das Fusionsgesuch bei der Synode einreichen müssten.

Der Urdorfer Kirchenpflegepräsident und Mitinitiant des Briefes an den Kirchenrat, Alfred Bruppacher, erklärte gestern auf Anfrage, dass er vom Kirchenrat bisher noch nicht kontaktiert worden sei. Es sei ihm klar, dass der Kirchenrat die Gemeinden nicht zu einer Fusion zwingen könne. «Doch die seine Absichtserklärung von letzter Woche erzeugte einen Sturm im Wasserglas.» Etliche Mitglieder befürchteten, dass sie bald nicht mehr im eigenen Dorf zur Kirche gehen könnten. «Besonders Gemeindemitglieder im Seniorenalter wünschen sich eine Kirche, die ihnen nahe und gemeinschaftsbildend ist», so Bruppacher. (fni)

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