Weiningen
Kirche definiert Aufgaben und Kompetenzen neu

Die reformierte Kirchenpflege arbeitet daran, die Strukturen in der Kirchgemeinde zu verbessern. Ein Bericht eines externen Beraters weist den Nachholbedarf aus.

Sandro Zimmerli
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Die Struktur und Organisation der reformierten Kirchgemeinde soll erneuert werden.

Die Struktur und Organisation der reformierten Kirchgemeinde soll erneuert werden.

Limmattaler Zeitung

Die reformierte Kirchenpflege Weiningen macht sich fit für die nächste Amtsperiode. Sie lässt derzeit die Strukturen und Organisation der Kirchgemeinde durch den externen Berater Bernhard Neyer untersuchen mit dem Ziel, diese wenn nötig anzupassen und zu verbessern.

Ein Vorhaben ist es auch, dass die Kirchenpflege operative Aufgaben, für die sie heute teilweise noch zuständig ist, abgeben kann. Damit soll sich der Arbeitsaufwand der einzelnen Kirchenpflegemitglieder künftig verringern.

Inzwischen liegen erste Ergebnisse des im Juni lancierten Projekts «Organisationsentwicklung» vor. So hat Neyer sämtliche Kirchenpfleger sowie Mitarbeiter der Kirchgemeinde interviewt und daraufhin einen Bericht verfasst, wie Kirchgemeindepräsidentin Barbara Haller erklärt.

Sechs treten 2014 nicht mehr an

«Aus dem Bericht geht hervor, dass wir vor allem im strukturellen Bereich, also bei der Frage, wer genau wofür zuständig ist, noch Nachholbedarf haben», so Haller. Ziel sei es nun, bis zu den Gesamterneuerungswahlen im nächsten Frühjahr für sämtliche Ressorts klare Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten zu definieren.

Bei diesen Wahlen vom 30. März werden sechs von neun Kirchenpflegemitgliedern nicht mehr antreten.

Neben Haller selber sind dies Liliane Schweizer (Aktuariat), Franziska Gröbli (Ressort Jugend), Kurt Pech (Ressort Musik und Gottesdienst), Edith Bächtold (Ressort Familien und Kinder) und Hanni Suter (Ressort Finanzen). Dieser Umstand sei mit ein Grund dafür gewesen, die Organisation der Kirchgemeinde kritisch zu durchleuchten, so Haller.

«Wir sind der Meinung, dass nun der richtige Zeitpunkt ist. Die neue Kirchenpflege, die nächstes Jahr gewählt wird, soll von neuen Strukturen profitieren», sagt die Kirchgemeindepräsidentin.

Neben der Definition von Kompetenzen und Aufgaben sollen zudem die beiden Liegenschaftsressorts zusammengelegt und ein Ressort «Personelles» neu geschaffen werden.

Informationsanlass zu den Wahlen

«Wir diskutieren derzeit auch darüber, ob wir eine Verwaltungsleitungsstelle schaffen sollen. Diese wäre vergleichbar mit jener eines Gemeindeschreibers in einer politischen Gemeinde», sagt Haller.

Bis Ende September wolle man einen Entscheid fällen, sodass man der Kirchgemeindeversammlung im November einen entsprechenden Antrag unterbreiten könne.

Ebenfalls im September plant die Kirchenpflege eine Informationsveranstaltung zum Thema Gesamterneuerungswahlen.

«An diesem Informationsanlass ist jeder willkommen, der sich dafür interessiert, was es heisst, in der Kirchenpflege tätig zu sein. Wir amtierenden Mitglieder werden darüber Auskunft geben, was einen in einer Kirchenpflege erwartet», so Haller.