Dietikon
«Kinderhüeti» in Dietikon: Ein paar Stunden Auszeit für die Eltern

Die «Kinderhüeti» ist umgezogen: Im reformierten Kirchgemeindehaus werden Kinder ohne Anmeldung betreut. Obwohl die Kinderbetreuung nun von der Kirche organisiert wird, werde kein kirchlicher Inhalt vermittelt.

Tabea Wullschleger
Drucken
Teilen
Sozialdiakonin Beatrice Bieri freut sich über das grosse Interesse
10 Bilder
Silvia Sabato, Mutter von Zwillingen, ist froh um die Entlastung
Kinderbetreuerin Olga Boreyko liebt die Arbeit mit den Kindern
Ein kleiner Zvieri gehört immer dazu
Die neuen Spielsachen werden ausgekundschaftet
Die Kinder lernen hier auch, die Spielsachen zu teilen
Die grösseren schauen die Bücher doch etwas genauer an als die ganz kleinen
Der Spielherd wird genau unter die Lupe genommen
Als die Bücherkiste geöffnet wird, schnappen sich sofort alle ein Buch
«Kinderhüeti»: Ein paar Stunden Auszeit für die Eltern

Sozialdiakonin Beatrice Bieri freut sich über das grosse Interesse

WUL

Die kleine Lorena ist fasziniert vom Spielherd, sie dreht an den Holzschaltern und öffnet die Backofentür. Über ihr turnt Bruder Loran an der Kletterwand herum, während Kollege Ardi mit dem Bobby-Car durchs Zimmer saust. Die Kinder scheinen sich sichtlich wohlzufühlen im neuen «Hüetiraum».

Das dritte Mal wird der Kinderhütedienst nun im reformierten Kirchgemeindehaus Dietikon durchgeführt. Vorher wurde er von der Kleinkindberatung angeboten, nun hat die Kirchgemeinde übernommen. Geändert hat sich einzig der Ort: «Die Betreuerin Olga Boreyko konnte gleich mitzügeln. Sie kennt die meisten Kinder schon vom alten Ort an der Badenerstrasse», sagt Sozialdiakonin Beatrice Bieri.

Kein kirchlicher Inhalt

Viele Kinder würden jede Woche in die «Kinderhüeti» kommen, erzählt Bieri. «Die Kinderbetreuung ist aber bewusst auch für einmalige Gelegenheiten gedacht», sagt sie und zählt als Beispiele einen Arztbesuch oder Coiffeurtermin auf. Die Kinder im Alter zwischen einem und vier Jahren können ohne Anmeldung vorbeigebracht werden. Wichtig sei einfach, dass die Eingewöhnungszeit am Anfang mit der Betreuerin abgesprochen werde, so Bieri.

Ausser in den Schulferien ist die «Kinderhüeti» im reformierten Kirchgemeindehaus an der Poststrasse 50 jeden Dienstag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Zehn Franken kostet die Betreuung eines Kindes inklusive kleinem Zvieri, fünfzehn Franken sind es für zwei Geschwister. Obwohl die Kinderbetreuung nun von der Kirche organisiert wird, werde kein kirchlicher Inhalt vermittelt, sagt Bieri. «Wir möchten uns einfach starkmachen für soziale Angebote in Dietikon. Schliesslich ist diese Form der Kinderbetreuung die einzige in der Stadt.» Das Angebot scheint geschätzt zu sein: Sechs Kinder sind diese Woche gekommen, was die Maximalzahl für eine Betreuerin sei, wie Bieri sagt. Daher werde bald eine zweite Betreuerin eingestellt.

Die Kinder kümmert das wenig. Hauptsache, sie können spielen.

Aktuelle Nachrichten