Weiningen
Kindergärtler und Primarschüler erkunden die Berufswelt

Während der diesjährigen Projektwoche besuchen sie unter anderem einen Bauernhof, drehen einen Film, gehen mit dem Förster in den Wald oder unternehmen einen Ausflug zum lokalen Weingut.

Kathrin Schneider
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Interessantes gabs für die Schülerinnen und Schüler bei Imker Oliver Ott zu sehen.

Interessantes gabs für die Schülerinnen und Schüler bei Imker Oliver Ott zu sehen.

Limmattaler Zeitung

Es ist still im Werkzimmer der Primarschule Weiningen. Gebannt lauschen ein Dutzend Kinderohren den Bastelanweisungen von Handarbeitslehrerin Margrith Roth: «Diese Bambusrohre müsst ihr in 15 Zentimeter lange Stäbe zersägen und in diese Holzpflöcke bohrt ihr so tiefe Löcher, wie es nur geht.» Wenige Minuten später erfüllen Hammer, Bohrer und Säge die Werkstatt bereits mit gehörigem Lärm. Ein Insektenhotel soll es werden.

Der Workshop «Weiningens fleissigste Helferchen» ist einer von vielen Kursen, aus denen die Kindergärtler und Primarschüler auswählen können. Während der diesjährigen Projektwoche besuchen sie unter anderem einen Bauernhof, drehen einen Film, gehen mit dem Förster in den Wald oder unternehmen einen Ausflug zum lokalen Weingut. «Wir legen Wert auf ein abwechslungsreiches und vielseitiges Angebot. Jedes Kind darf selber wählen, was es am liebsten machen will», so Stephanie Sigrist, Leiterin der Projektwoche.

«Hat jemand Angst vor Bienen»

In jeder Gruppe übernimmt jeweils das älteste Teammitglied die Verantwortung für die anderen Kinder. «Wir wollen den Kindern viele soziale Werte mitgeben», erklärt Sigrist und macht sich mit Gruppe eins auf den Weg zum Imker.

Nur wenige Meter entfernt befindet sich das Bienenhaus von Teilzeitimker Oliver Ott. Er ist neu im Dorf und das erste Mal an der Projektwoche dabei. «Hat jemand von euch Angst vor Bienen?», will er von den Kindern als Erstes wissen, erhält zur Antwort aber nur verbreitetes Kopfschütteln. Die Kinder dürfen nun ganz nah ran ans Bienenhaus. An der Vorderseite herrscht viel Betrieb. Nach nur wenigen Minuten gibt Imker Ott das Zeichen zur Umkehr: «Die Bienen signalisieren mir, dass es jetzt genug ist.»

Finger im flüssigen Gold

Zurück auf der geschützten Seite des Bienenhauses dürfen die Kinder vom Honig probieren. Mit leuchtenden Augen beginnen sie, ihre Finger in das flüssige Gold im Glas zu tunken. Kurz darauf bringt Oliver Ott einen Schaukasten aus dem Bienenhaus, in dem sich die Bienen tummeln. Neugierig beobachten sie das aufregende Spektakel im Kasten. Dann gehts in die Schule zurück.

Frisch geschwungener Honig von Imker Ott, selbst gezogene Kerzen aus Bienenwachs sowie das eigens gebaute Insektenhotel stellt das Schulhaus Weiningen am Freitag an ihrem Abschlussfest auf dem Pausenplatz auf. Genauso wie alle anderen Resultate und Produkte.