Nicht nur auf Dietiker Schulhäuser, auch auf die Kindergärten kommt in den nächsten Jahren neuer Platzbedarf zu. So braucht die Stadt auf das Schuljahr 2016/17 hin mindestens zwei zusätzliche Kindergartenlokale. Gut, liegen da bereits ausgereifte Pläne vor: Auf stadteigenem Land an der Guggenbühlstrasse soll nämlich ein neuer Doppelkindergarten, integriert in eine Überbauung mit elf Wohnungen, entstehen. Geht es nach dem Stadtrat, soll er schon im August 2016 bezugsbereit sein.

Realisieren wird das bereits auserkorene Siegerprojekt «Leila» der Eglin Schweizer Architekten AG die Eisenbahner-Baugenossenschaft Dietikon, der das Land 2013 im Baurecht abgegeben wurde. Von ihr wiederum will die Stadt die Kindergartenräume mieten, zum Preis von rund 7100 Franken pro Monat. Der Vertrag soll am 1. August 2016 beginnen und 15 Jahre lang dauern, mit Option auf eine einmalige Verlängerung um fünf Jahre zu gleichen Konditionen. Doch zuerst muss diesen noch das Parlament bewilligen, genauso wie einen Kredit über 415 000 Franken für den kindergartenspezifischen Mieterausbau sowie die Ausstattung.

Lange kann das Guggenbühlprojekt den städtischen Kindergarten-Raumbedarf aber nicht abfedern. Denn auf der rund 2700 Quadratmeter grossen Parzelle an der Ecke Guggenbühl-/Holzmattstrasse standen jahrzehntelang zwei Pavillons, von denen einer bis Mitte letzten Jahres bereits als Doppelkindergarten benutzt wurde – nach seiner vorübergehenden Schliessung ist also eigentlich nur der Status quo wiederhergestellt.

Von Anfang an voll ausgelastet

Aufgrund des erwarteten Kindergärtlerzuwachses wird der Kindergarten mit rund 320 Quadratmetern Nutzfläche sowie einem 415 Quadratmeter grossen Aussenbereich denn auch gleich nach dem Bezug im Sommer 2016 schon voll ausgelastet sein, wie der Stadtrat in seinem Antrag einräumt. Danach soll der neue Anstieg der Kindergärtlerzahlen im Zypressenhof sowie in der Wolfsmatt oder dem Steinmürli aufgefangen werden.

Dass Kindergärten gemietet werden, ist in Dietikon nicht aussergewöhnlich: Bei einem Drittel der Kindergärten in der Stadt sei dies der Fall, erklärte die Stadt 2013. Beim letzten Mietkindergarten-Antrag des Stadtrats im Jahr 2014 – damals ging es um den Zypressenhof – intervenierte das Parlament aber, wenn auch nicht wegen des Mietaspekts. Es war der Meinung, die veranschlagten Ausbaukosten von 625 000 Franken seien zu teuer, und kürzte das Budget auf 500 000 Franken.