Urdorf
Kindergarten Feld: Die Schulleiterin schaltet sich ein

Heidi Dällenbach setzt sich für ein Ja zum Kindergarten Feld ein. Am Mittwochabend entscheiden die Urdorfer Stimmberechtigten einmal mehr über einen Kredit für einen Ersatzneubau. Zwei Varianten stehen zur Wahl.

Alex Rudolf
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Heidi Dällenbach setzt sich für ein Ja zum Kindergarten Feld ein.

Heidi Dällenbach setzt sich für ein Ja zum Kindergarten Feld ein.

AZ

Heidi Dällenbach setzt sich für ein Ja zum Kindergarten Feld ein. Am Mittwochabend entscheiden die Urdorfer Stimmberechtigten einmal mehr über einen Kredit für einen Ersatzneubau. Zwei Varianten, ein Modulbau für knapp 1,8 Millionen Franken und ein Containerbau für 1,6 Millionen Franken, stehen zur Wahl. SP, CVP und SVP fassten die Ja-Parolen, während sich EVP, FDP, GLP wie auch die Rechnungsprüfungskommission dagegen aussprachen.

Für Heidi Dällenbach, Schulleiterin der Kindergärten Urdorfs, ist die Ablehnung dieser Vorlage unverständlich. Für sie steht fest, dass es einen Ersatzneubau dringend braucht. In einem Leserbrief weist sie darauf hin, dass die Kinderzahlen in den vergangenen Jahren derart anstiegen, dass ein Kindergarten seit zwei Jahren in einem Schulzimmer untergebracht werden müsse. «Guter Unterricht ist zweifellos auch dort möglich, aber unter erschwerten Bedingungen», schreibt sie. So sei der Raum enger, der Gruppenraum müsse mit den Schülern geteilt werden, und es gebe keinen grünen Umschwung, um dort die Pausen zu verbringen. Bald werde dieses Schulzimmer jedoch aufgrund der steigenden Schülerzahlen für den Schulunterricht benötigt.

Während der vergangenen Jahre sei in Urdorf viel Geld für Neubauten von Kindergärten und Gruppenräumen ausgegeben worden: «Dass eine Renovation des Kindergarten Feld wegen der desolaten Bausubstanz nicht infrage kommt, ist ausgewiesen», ergänzt Dällenbach.

Als Schulleiterin der Kindergärten Urdorfs sei sie der Meinung, dass alle Kinder gute Unterrichtsbedingungen verdienen. «Ich gönne auch den Kindern im Einzugsgebiet Feld einen kindgerechten Unterrichtsraum mit Gruppenraum und Umschwung, wo man dem Bewegungsdrang dieser Altersstufe gerecht werden kann.» So würden sich die Investitionen für die Kinder und damit in die Zukunft trotz der immer noch hohen Kosten lohnen. Dällenbach fordert die Stimmberechtigten auf, heute Abend mit einem deutlichen Ja für den Doppelkindergarten Feld zu votieren.

Kritikpunkte der Gegnerschaft am Projekt sind die Kosten und der Zeitpunkt. Da bald eine Abstimmung über die Einheitsgemeinde bevorstehe, sei ein Kindergartenbau erst danach in Angriff zu nehmen. (aru)