Für Urdorfer Kinder ist Langeweile in den Sommerferien ein Fremdwort: Der Ferienspass, der von der Jugendkommission und der Jugendarbeit der Gemeinde Urdorf organisiert wird, bietet jede Woche diverse Aktivitäten an. Schülerinnen und Schüler von der Unterstufe bis zur Oberstufe können sich anmelden. Von Curling über Kinoabende bis Tanzkurse: Es hat für jedes Kind etwas im Angebot. Das Programm bewährt sich schon lange: «Wir führen den Ferienspass schon seit dem Jahr 2004 durch», sagt Andrea Köbeli, Jugendbeauftragte der Gemeinde Urdorf.

Fröhliches Kinderkreischen – so spassig ist die Feuerwehr

Fröhliches Kinderkreischen – so spassig ist die Feuerwehr

Diese Woche besuchen 31 Kinder die Feuerwehr Urdorf. Zuerst sind sie noch ein wenig zurückhaltend und sehr still. Doch schon nach 20 Minuten ist ihre Neugier geweckt und sie zeigen sich sehr interessiert und machen Faxen. Während vier Stunden erhalten sie einen Einblick in die Welt der Feuerwehr. «Es ist nicht das erste Mal, dass die Feuerwehr Urdorf mitmacht – sie ist schon seit Beginn weg mit dabei», sagt Köbeli. «Diese Aktivität ist bei den Kindern immer sehr beliebt.»

Da so viele Kinder anwesend sind, werden drei Gruppen gebildet. Der Materialwart der Feuerwehr Urdorf, André Wismer, sagt, er und seine Kollegen seien es sich gewohnt, Kinder zu unterrichten. «Während des Schuljahrs besuchen uns auch viele Schulklassen. Es macht uns sehr grossen Spass, mit Kindern zusammenzuarbeiten: Denn sie sind unsere Zukunft.»

Praktischen Spass nach Theorie

Zuerst lernen die Kinder die Feuerwehrautos kennen: Leutnant Christian Ebnöther erklärt jedes Detail und erlaubt ihnen sogar, im Auto Platz zu nehmen. Da zwei Mädchen aus der Gruppe die Töchter eines Feuerwehrmannes sind, kennen sie sich schon bestens aus.

Nun sind alle so quirlig, dass der Leutnant darauf achten muss, dass alle Kinder einmal zu Wort kommen. Bei André Wismer dürfen die Kinder die schwere Feuerwehrausrüstung anprobieren, was ihnen sichtlich Spass macht. Und bei Feuerwehrsoldat Luca Lehmann lernen sie mehr über die weiteren Fahrzeuge der Feuerwehr.

Die Kinder dürfen mit der Feuerwehrleiter noch oben fahren

Die Kinder dürfen mit der Feuerwehrleiter noch oben fahren

Nachdem alle Kinder alle Posten besucht haben, geht es ab ins Feuerwehrauto und die grosse Gruppe fährt vom Depot ins Tyslimatt, zu den Werkbetrieben der Gemeinde. Leutnant Christian Ebnöther fragt die Kinder vor der Abfahrt, wer letzte Woche Geburtstag hatte – die Glücklichen dürfen dann mit der Autodrehleiter mitfahren.

Im Tyslimatt erwarten die Kinder weitere Überraschungen. Einerseits haben sie die Möglichkeit, den Druck des Feuerwehrschlauchs zu testen. Der Wasserstrahl ist jedoch so stark, dass Materialwart André Wismer die Kinder stützen muss. Andererseits können sie in Begleitung von Leutnant Christian Ebnöther mit der Autodrehleiter 30 Meter hoch in die Luft fahren und die Aussicht über das Limmattal von oben geniessen. Später bräteln die Kinder zusammen mit Andrea Köbeli und den Feuerwehrmännern und tauschen ihre Eindrücke aus.