FC Birmensdorf/ FC Engstringen

Keiner schielt auf einen Aufstiegsplatz: «Der sechste oder siebte Rang wäre gut»

Trainer Valerio Hélder (mit schwarzem Shirt) zeigt sich beim Training seiner Birmensdorfer sehr engagiert.

Trainer Valerio Hélder (mit schwarzem Shirt) zeigt sich beim Training seiner Birmensdorfer sehr engagiert.

Die Limmattaler Mannschaften der 2. und 3. Liga gehen mit bescheidenen Zielen in die neue Saison

Wenn die erste Mannschaft des Drittligisten FC Birmensdorf übernächstes Wochenende gegen Wettswil-Bonstetten in die neue Saison startet, wird sich wohl so mancher Birmensdorfer Fan die Augen reiben. Gerade mal ein Spieler aus dem Team der vergangenen Spielzeit ist übrig geblieben: Timo Graf. Der Rest ist gegangen, die meisten sind dem in der Sommerpause abgewanderten Trainer Antonio Caputo zum FC Altstetten gefolgt. An ihrer Stelle spielen nun die Junioren. Doch die Nachwuchsspieler sind alles andere als unerfahren. «Sie sind eingespielt», sagt Christian Rechsteiner, der nicht nur Junioren-Obmann der A- bis C-Teams beim FC Birmensdorf ist, sondern auch noch als Coach der ersten Mannschaft fungiert.

«Sie haben bei Birmensdorf zusammen die Juniorenstufen durchlaufen, und Trainer Valerio Hélder hat sie jeweils begleitet.» Zudem könnten sich die Zuschauerinnen und Zuschauer wieder mehr mit Spielern identifizieren, die schon während Jahren für den FC Birmensdorf gespielt hätten, als mit Spielern, die mit jedem Trainerabgang auch gleich den Verein wechselten.

Doch Rechsteiner ist sich bewusst: Die Massnahme, die Junioren in die 3. Liga zu befördern, ist riskant. «Wir werden gegen den Abstieg kämpfen», sagt Rechsteiner offen.

Derby zum Auftakt

Der Ligaerhalt ist auch beim Ligakonkurrenten FC Engstringen ein Thema. Die Engstringer haben in der vergangenen Saison nur dank der geringeren Anzahl Strafpunkte den Abstieg vermeiden können. «Es wäre vermessen, zu sagen, wir wollen in die Spitzengruppe kommen», sagt deshalb Trainer Roger Balmer, auch wenn die Mannschaft seiner Meinung nach gegenüber dem letzten Jahr an Qualität gewonnen hat. Insgesamt fünf neue Spieler sind gekommen, vier sind gegangen, beziehungsweise haben sich den Senioren angeschlossen. «Die Neuen haben sich gut integriert», sagt Balmer.

«Und der Konkurrenzkampf ist auf einigen Positionen verschärft worden, was sich positiv auf die Leistung auswirkt.» Daher geht Balmer davon aus, dass die Engstringer so manche Partie gewinnen werden. Wichtig sei aber ein guter Start. Und den haben die Engstringer in der Auftaktpartie ausgerechnet gegen den Limmattaler Konkurrenten Oetwil-Geroldswil. «Mir ist es, ehrlich gesagt, egal, ob wir ein Derby haben oder nicht», sagt Balmer. «Für mich ist nur wichtig, dass wir Punkte holen.»

Genau das möchte Oetwil-Geroldswil verhindern. Die Mannschaft von Trainer Jean Marie Broggi ist praktisch dieselbe wie in der vergangenen Saison: Nur zwei Zuzüge und drei Abgänge haben die Limmattaler zu verzeichnen. Trotzdem ist man beim Drittligisten vorsichtig mit Prognosen. «Wir wollen einfach gut in die neue Saison starten», sagt Trainer Jean Marie Broggi. «Dann sehen wir, wohin es führt.»

Kampf gegen den Abstieg

Konkrete Ziele hat dagegen die 2. Liga-Mannschaft des FC Schlieren. Nach der schwierigen letzten Saison, in der die Schlieremer nach gutem Start noch in den Abstiegsstrudel geraten waren, möchte der neue Trainer Gianni Petrone so früh wie nur möglich den Ligaverbleib sicherstellen. «Unser Ziel ist es, bis Ende der Vorrunde 15 Punkte zu sammeln», sagt Trainer Gianni Petrone. «Wir haben in den letzten Jahren gesehen, dass 30 Punkte für den Ligaerhalt reichen. Und das wollen wir schaffen.»

Schlieren wird in der Gruppe auf einen Neuling aus dem Limmattal treffen: auf Urdorf. Die Urdorfer haben sich in der Sommerpause verstärkt und hoffen, dass sie mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben werden – im Gegenteil. «Wir wollen uns in der 2. Liga etablieren», sagt Trainer Giovanni Musumeci. Das Ziel: ein Rang im Mittelfeld. «Der sechste oder siebte Rang wäre gut», sagt Musumeci. Immerhin nehmen die Urdorfer die Saison mit einem kleinen Vorteil in Angriff. in der ersten Runde spielen sie am kommenden Dienstag zu Hause – gegen Regensdorf.

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