Schlieren

Keinen hauseigenen Notruf für pflegerisch betreute Wohnungen

Innerhalb von 20 Minuten muss der auswärtige Dienst eintreffen können.

Innerhalb von 20 Minuten muss der auswärtige Dienst eintreffen können.

Nebst der Verordnung über die Subnetionierung von pflegerisch-betreutem Wohnen warf auch der auswärtige Notruf im Stadtrat einige Fragen auf. Bezüglich der Subventionierungsverordnung will die Stadt mit den Bewohnern Pensionsverträge abschliessen.

Die Stadt Schlieren wird entgegen ihrem ursprünglichen Betriebskonzept für die pflegerisch betreuten Wohnungen an der Bachstrasse 1 keinen hauseigenen Notruf anbieten. Stattdessen setzt sie auf einen externen Dienst, wie der Stadtrat an der Parlamentssitzung vom Montag mitteilte.

Ressortvorsteher Alter und Soziales Robert Welti (EVP) stellte sich dabei den Fragen der Parlamentarier. Gaby Niederer (QV) wollte wissen, wie die 24-Stunden-Nothilfe gewährleistet werde. Ausserdem interessierten sie, was ein solcher Noteinsatz Hilfesuchende koste.

Die Nothilfe übernehme am Tag das Personal vor Ort, so Welti. Das neue Konzept sehe aber vor, dass in der Nacht ein auswärtiger Dienst in Anspruch genommen werde. Gemäss kantonalen Auflagen müsse dieser innert 20 Minuten vor Ort eintreffen. Die Kosten für solche Einsätze seien im Pensionsbetrag von 400 Franken enthalten.

In der Not sind 20 Minuten lang

Heidemarie Busch (CVP) wies den Stadtrat darauf hin, dass sie vielen Senioren die pflegerisch-betreuten Wohnungen schmackhaft gemacht habe. «Dabei habe ich immer auch die hausinterne 24-Stunden-Nothilfe angepriesen.» Wenn man aber wirklich Hilfe benötige, dann seien 20 Minuten eine lange Zeit, so Busch.

Welti versicherte, dass die Nothilfe garantiert sei. «20 Minuten ist die Maximaldauer», erklärte er. Ausserdem sei in den Pflegewohnungen im Erdgeschoss immer Personal vor Ort, das beschränkt Hilfe leisten könne. «Am Tag der offenen Tür am 22. Juni wird man sich vom Funktionieren des Nothilfe-Alarms überzeugen können», so Welti.

Die Debatte um den Notfalldienst entfachte sich im Zusammenhang mit der Verhandlung seines Antrags «auf Erlass einer neuen Verordnung über die Subventionierung von Pensionspreisen pflegerisch betreutes Wohnen Bachstrasse 1». Dies, obwohl sie nicht direkt mit dem Inhalt der Vorlage im Zusammenhang stand.

Die neue Subventionierungsverordnung schreibt fest, dass die Stadt mit den Bewohnern der betreuten Wohnungen nicht Miet-, sondern Pensionsverträge abschliesst. Darin sind Miete und betreuerische Leistungen enthalten, wie Özlem Dogan (SP), die Sprecherin der Rechnungsprüfungskommission (RPK) erklärte. Ausserdem bestimme die Stadt die Höhe der Subventionierung nicht mehr anhand der Steuererklärung, sondern aufgrund der von den Bewohnern bezogenen Ergänzungsleistungen. Die RPK empfahl den Antrag des Stadtrats zur Annahme. Das Parlament folgte dieser Empfehlung am Ende mit 29 zu 0 Stimmen.

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