Die Gemeinde Aesch wird Tempo 30 nicht flächendeckend einführen können. Der Gemeinderat, der das Projekt vorgelegt hat, erlitt an der gestrigen Urnenabstimmung eine klare Niederlage. 250 Stimmberechtigte legten ein Ja in die Urnen, 314 ein Nein. Damit wurde die Tempo-30-Vorlage mit 55 zu 45 Prozent Stimmenanteil verworfen. Die Stimmbeteiligung betrug 72 Prozent.

Gemeindepräsident Hans Jahn erklärte gegenüber der az Limmattalerzeitung, er sei klar ein stückweit enttäuscht, dass Tempo-30-Massnahmen nicht durchgehend realisiert werden können. Man werde weiter schauen, denn ein Teil der Bevölkerung wolle in Sachen Verkehrsberuhigung etwas erreichen. «Es gibt Situationen auf unseren Strassen, die unbestreitbar gefährlich sind, die müssen wir entschärfen», meinte er. «In den nächsten Sitzungen wird der Gemeinderat schauen, wies weitergeht.» Angeschaut werden müsse etwa die Feldstrasse. Auch an der Haldenstrasse gebe es Situationen, welche man beachten müsse. Vor allem auf der Lielistrasse, die sanierungsbedürftig sei, müsse man die Sicherheit auf dem Schulweg verbessern, ist der Gemeindepräsident der Ansicht.

«Es wird aber keine flächendeckende Tempo-30-Zonen geben», sagt Jahn weiter, «es ist gut, dass der Entscheid gefallen ist. Wir haben den Entscheid gewollt, respektieren ihn und sehen weiter.»

Die Stimmberechtigten verwarfen damit einen Kredit von 340 000 Franken. (fuo)