Urdorf

Katholischen Kirche Urdorf bewilligt 71'000 Franken für Solaranlage

Das Solardach ist nicht das erste Projekt der Kirchenpflege, das sich auf eine nachhaltige Energieversorgung konzentriert. (Archivbild)

Das Solardach ist nicht das erste Projekt der Kirchenpflege, das sich auf eine nachhaltige Energieversorgung konzentriert. (Archivbild)

Die Römisch-katholische Kirche Bruder Klaus wird den grössten Teil ihres Stroms bald mit Hilfe einer Solaranlage auf dem eigenen Dach beziehen. Die 30 Stimmberechtigten genehmigten an der Kirchgemeindeversammlung von vergangenem Sonntag einstimmig einen Kredit von 71000 Franken für den Bau der Solarpanels.

Die Anlage soll nach Ende der Rekursfrist Mitte Januar errichtet werden. «Wir rechnen damit, dass wir sie im März oder April in Betrieb nehmen können», sagt Kirchenpflegepräsident Robert Eigenmann. Die Anlage produziere rund 31000 Kilowatt pro Jahr. Das decke etwa 80 bis 95 Prozent des jährlichen Strombedarfs der Kirche. Dadurch könne man jährlich 3000 Franken Stromkosten einsparen.

«In 20 Jahren werden wir die Anlage so amortisiert haben. Schön ist auch, dass uns der Bund im Rahmen des CO2-Einsparungsprogramms 14000 bis 15000 Franken zukommen lässt», sagt Eigenmann.

Das Solardach ist nicht das erste Projekt der Kirchenpflege, das sich auf eine nachhaltige Energieversorgung konzentriert. 2016 bewilligten die Stimmberechtigten den Einbau einer Wärmepumpe, die 2017 in Betrieb genommen wurde. «Unser Ziel ist es, 60 Prozent mit der Wärmepumpe und nur 40 Prozent mit der Gasheizung zu heizen», sagt Eigenmann. Bereits damals habe man vorgehabt, ein Solardach zu erstellen. «Doch wir haben zugewartet, weil wir nicht zu viele Kosten auf einmal generieren wollten.» Nun sei man in der komfortablen Lage, dass man keinen Kredit aufnehmen müsse und alles aus der eigenen Kasse zahlen könne.

Innenbeleuchtung bereits mit LED-Lampen

Auch mit der Umstellung auf LED-Lampen für die Innenbeleuchtung in den vergangenen Jahren habe man den Stromverbrauch senken können. «Auch die Kirche soll ihren Beitrag für die Umwelt leisten», findet Eigenmann.

Der Kirchenpflegepräsident ist sehr zufrieden mit dem Finanzhaushalt der Kirche. Denn auch das Budget 2020, das die Stimmberechtigten ebenso einstimmig annahmen, zeigt ein positives Ergebnis. Die Kirchenpflege sieht ein Plus von 69'000 Franken bei einem Aufwand von 1,094 Millionen Franken und einem Steuerertrag von 1,163 Millionen Franken vor. Der Steuerfuss bleibt bei 11 Prozent wie im Vorjahr.

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