Die Aescher, Birmensdorfer und Uitiker Katholiken sorgten gestern für ein glasklares Verdikt. Mit 71,2 Prozent sprachen sie sich für die Sanierung des Pfarrhauses St. Michael in Uitikon aus. Sie gaben dem Kredit über 1,5 Millionen Franken ihren Segen.


Für André Wey von der Kirchenpflege ist das eindeutige Ergebnis überaus erfreulich. «Es war im Vorfeld schwierig abzuschätzen, ob die Stimmberechtigten das Projekt unterstützen würden», sagt der im Gremium für die Liegenschaften verantwortliche Wey auf Anfrage. In den Gemeinden sei die Vorlage kaum Gesprächsthema gewesen und man habe keine Kritik vernommen. Umso erfreulicher sei es nun, wie die Stimmberechtigten entschieden hätten.

In absoluten Zahlen heisst dies, 954 Stimmberechtigte votierten für die Sanierung und 386 dagegen. Einen grossen Unterschied im Abstimmungsverhalten unter den verschiedenen Gemeinden ist nicht auszumachen. Den höchsten Zuspruch erhielt die Sanierung aber von dort, wo das Pfarrhaus St. Michael steht: 73,5 Prozent der abstimmenden Katholiken in Uitikon waren für die Sanierung. In absoluten Zahlen heisst dies, dass 247 dafür und nur 89 dagegen waren. Den zweithöchsten Wert erhielt das Projekt in Aesch, wo sich 71,17 Prozent oder 79 Stimmende dafür und 32 dagegen aussprachen. In Birmensdorf, der grössten Gemeinde in der Pfarrei, erhielt der Kredit 70,03 Prozent Zuspruch. In absoluten Zahlen bedeutet dies ein Verhältnis von 628 Ja- zu 265 Nein-Stimmen.


Eigentlich sollten die Arbeiten bereits vor fünf Jahren anlässlich der Sanierung der Kirche St. Michael vollzogen werden. Wegen knapper finanzieller Mittel wurde das Vorhaben jedoch verschoben. Mit dem Auszug des Pfarreileiterehepaares Leist im vergangenen Sommer sah die Kirchenpflege die Gelegenheit gekommen, die Arbeiten durchzuführen.


Das Projekt sieht vor, dass eine Kleinwohnung mit 2,5 Zimmern ins Haus eingebaut wird. Die grosse 5-Zimmer-Wohnung soll nach Fertigstellung der Arbeiten vermietet werden und die Baukosten somit amortisieren. Die kleine soll als Gästewohnung dienen, in der Gastpriester oder Leute in einer kirchlichen Ausbildung längerfristig untergebracht werden können.


Steuerfuss war entscheidend
Wie viel die vermietbare Wohnung schliesslich kosten soll, wissen die Verantwortlichen noch nicht. «Wir orientieren uns hierbei aber an der Höhe der quartierüblichen Mietzinsen», so Wey. Konkrete Interessenten für die Wohnungen gebe es noch keine.


Von den 1,5 Millionen Franken will die Kirchgemeinde rund 650 000 Franken aus eigenen Mitteln finanzieren. Die verbleibenden rund 800 000 Franken sollen mittels eines Darlehens finanziert werden. «Für uns war es immer wichtig, dass wir das Projekt mit gesunden Finanzen im Rücken realisieren wollen», sagt Wey. Im Vorfeld wurde darauf verwiesen, dass sich am Steuerfuss, der aktuell 11 Prozent beträgt, nichts verändern werde. «Dies war sicher einer der entscheidenden Faktoren für den Erfolg der Vorlage», so Wey.


Nun werden sich die Verantwortlichen an die Detailplanung machen. «Wir wollen schnellstmöglich mit den Arbeiten beginnen», sagt Wey. Verläuft alles nach Plan, sollen die beiden Wohnungen im Frühling 2020 bezugsbereit sein.