Die nicht rollstuhltaugliche Unterführung wird voraussichtlich erst im Rahmen der Bauarbeiten im Zusammenhang mit der Limmattalbahn im Zeitraum 2016 bis 2018 durch einen oberirdischen Fussgängerübergang mit Lichtsignalanlage ersetzt. Das geht aus einer Antwort des kantonalen Amts für Verkehr auf ein Postulat des grünen Stadtparlamentariers Dominik Ritzmann und 15 Mitunterzeichnenden an den Schlieremer Stadtrat hervor.

Sicherheit für Behinderte gefordert

Die Postulanten kritisierten, dass die Unterführung der Zürcherstrasse bei der Bushaltestelle Mülligen nicht behindertengerecht sei, und es oft vorkomme, dass Rollstuhlfahrer deshalb die zweispurige Strasse queren würden. Es dürfe nicht sein, so der Inhalt des Postulats, dass «gehbehinderte Menschen zur Überquerung der Strasse ihr Leben riskieren müssen.» Sie forderten deshalb den Stadtrat dazu auf, zu überprüfen, wie er beim Kanton intervenieren könne, damit auch Gehbehinderte die Zürcherstrasse bei Mülligen sicher queren können.

In seiner Antwort erklärt das kantonale Verkehrsamt, dass man aufseiten des Kantons eine infrastrukturelle Lösung des Problems derzeit nicht beabsichtigt. Die bestehende Fussgängerunterführung sei zum heutigen Zeitpunkt in punkto Verkehrssicherheit das richtige Element, teilte das Amt für Verkehr mit. Zwar sei sie nicht behindertengerecht und müsste zukünftig entsprechend ausgebaut oder aufgehoben werden. Der Bau eines oberirdischen Übergangs würde nach Berechnungen des Amtes aber Kosten von zirka 300000 Franken verursachen. Da eine solche Lösung für die Fussgänger bei Mülligen beim Bau der Limmattalbahn realisiert werden soll, und eine Zwischenlösung nur für vier bis sechs Jahre bestehen würde, «rechtfertigt sich die Investition nicht», so das Amt für Verkehr.

Der Schlieremer Stadtrat äusserte im Bericht an das Stadtparlament sein Bedauern darüber, dass eine kurzfristige Optimierung der Situation nicht möglich sei. Er zeigte aber Verständnis für die Entscheidung des Kantons.