Maturfeier
Kanti Limmattal verteilte so viele Zeugnisse wie noch nie

134 Maturandinnen und Maturanden der Kanti Limmattal erhielten ihre die Zeugnisse erstmals in der Zentrumshalle. So viele Zeugnisse konnte Rektor De Luca noch nie austeilen.

Christian Murer
Merken
Drucken
Teilen
Maturfeier Kantonsschule Limmattal
10 Bilder
Feierliche Uebergabe der Maturzeugnisse durch Rektor Werner De Luca
Harfenspieler Jean-Marc Sujata
Erstmals in der vierzigjaehrigen Geschichte der KSL findet die Maturfeier in Ermangelung einer Aula inder Urdorfer Zentrumshalle statt
Michelle Brun
Leonie Flueckiger
Georg Kohler haelt den Festvortrag
Laura Stierli
Daniel Laumer
Erinnerungsfoto fuer die Freunde und Eltern

Maturfeier Kantonsschule Limmattal

An so viele Schülerinnen und Schüler - 134 an der Zahl - konnten Rektor Werner De Luca und die sieben Klassenlehrer die Maturitätszeugnisse in der 40-jährigen Geschichte der Kantonsschule Limmattal (KSL) noch nie überreichen. In Ermangelung einer Aula musste die Maturfeier erstmals in die Urdorfer Zentrumshalle verlegt werden. So sagte Rektor De Luca bei seiner Begrüssung denn auch mit scherzhaftem Unterton: «Ich hoffe sehr, dass die Kinder dieser Maturandinnen und Maturanden dereinst in einer KSL-eigenen Aula feiern können.»

Rituale sind wichtig

«Warum eigentlich diese Maturareden?», fragte Philosoph Georg Kohler zu Beginn seines Festvortrages. Die Reden und deren Vorträger seien so etwas wie die Vorgruppen des eigentlichen Aktes, nämlich der Übergabe der Zeugnisse. «Ihr Sinn ist primär zeremonieller Natur», sagte der Redner. Rituale seien wichtig und sorgten für Orientierungssicherheit.

Darauf erinnerte sich Kohler an seine eigene Schulzeit an der Kanti Freudenberg. «Für die Hausaufgaben haben wir damals die Solidarnetze der Klassenkameradschaft beansprucht», so der Philosoph. «Kurz - wer die Matheaufgaben noch nicht zu Hause gelöst hatte, schrieb sie eben in der Pause vom klasseneignen Mathegenie ab.» Der habe sie übrigens gerne zur Verfügung gestellt, «konnte er doch so sein Handicap - er war nämlich eine totale Flasche im Fussball - glänzend kompensieren.»

Anhand des Beispiels eines Bewerbungsgesprächs plädierte Kohler schliesslich für Offenheit und Weitsicht. Denn: «Menschen werden eingestellt, wenn keinen Tunnelblick haben und die Courage besitzen, das in einem Bewerbungsgespräch auch zu zeigen.» Maturandin und Maturand zu sein, bedeute schliesslich, «reif dafür zu sein, sich all dem zu öffnen, was man noch nicht weiss und ein Leben lang entdecken mag.»

Ausgezeichnete Arbeiten

Nach der Übergabe der Maturitätszeugnisse durch Rektor de Luca würdigte Prorektor Andreas Messmer die besten Maturaarbeiten. Schulkommissions-Vizepräsidentin Marie-Thérese Miller erwähnte stolz die ausgezeichneten Arbeiten von Melina Ehrsam, Leonie Flückiger und Lia Hellwig. Den musikalischen Abschluss bildete der Schul- und Konzertchor mit dem Queens-Song «We are the Champions».