Niklausschwinget

Kammermann erreicht sein Minimalziel an der Niklausschwinget

Überzeugender Sieg von Patrick Räbmatter am Niklausschwinget in der Dietiker Stadthalle.

Der Sieger der 78. Austragung des Niklausschwingets in Dietikon heisst Patrick Räbmatter. Der Nordwestschweizer machte im Schlussgang gegen den Berner Philipp Roth kurzen Prozess. Vor 800 Zuschauern legte Räbmatter seinen Kontrahenten bereits nach 41 Sekunden platt auf den Rücken. Mit dem Sieg in der Dietiker Stadthalle hat der bald 24-jährige Disponent und Chauffeur nicht gerechnet. «Ich ziehe mein Trainingsprogramm in den Wintermonaten voll durch und wollte vor allem meinen Formstand testen», gab der Sieger nach dem Schlussgang zu Protokoll.

Überraschend kam sein Triumph aber nicht. Nach einem Startunentschieden gewann Räbmatter anschliessend alle fünf Duelle überzeugend. Damit feierte er bereits seinen vierten Sieg in diesem Jahr. Räbmatter konnte bei der Rangverkündigung eine Siegesprämie von 1000 Franken in Empfang nehmen. Zudem wird er von der Zunft St. Niklaus, der Namensgeberin des Niklausschwingets, als Ehrengast zum Sechseläuten eingeladen.

Am Schwinget hatten auch die Kinder Freude. Michel Sutter

Am Schwinget hatten auch die Kinder Freude. Michel Sutter

Trotz Auszeichnung unzufrieden

Obwohl mit der kurzfristigen Absage des eidgenössischen Kranzschwingers Fabian Kindlimann die ganz grossen Namen fehlten, konnte sich das Teilnehmerfeld mit 90 Schwingern sehen lassen. Es entwickelte sich ein spannender Wettkampf, bei dem sich die Favoriten auf der Leaderposition regelmässig abwechselten. Die vier Teilnehmer vom organisierenden Schwingklub Glatt- und Limmattal konnten allerdings nicht ins Geschehen um den Tagessieg eingreifen. Im Vorfeld wurde Thomas Kammermann am meisten Kredit für eine gute Platzierung eingeräumt. Nach einer Niederlage zu Beginn startete der sechsfache Kranzschwinger zu einer eindrücklichen Aufholjagd. Mit drei Siegen in Serie kämpfte er sich bis auf Rang drei vor.

Mit einer Maximalnote im fünften Gang hätte sich Kammermann gar für den Schlussgang qualifizieren können. «Ich wusste um meine Chance, musste aber volles Risiko nehmen», erklärte er seine Taktik. Die Devise alles oder nichts ging nicht auf. Kammermann verlor und auch im letzten Kampf kam der technische Leiter der Glatt- und Limmattaler nicht über ein Unentschieden hinaus. «Da hätte ich gewinnen müssen», ärgerte sich der 28-Jährige über die verpasste Spitzenplatzierung. Immerhin holte er sich die Auszeichnung im achten Rang und schaffte damit sein angestrebtes Minimalziel.

Unerwartetes Comeback

Kammermanns Teamkollegen verpassten die Auszeichnung. Daniel Wettstein zeigte mit drei Siegen, einem Unentschieden und zwei Niederlagen eine gute Leistung. In der Endabrechnung fehlte ihm aber ein Viertelpunkt. Ansprechend in Szene setzte sich der erst 18 jährige Luca Pallaoro aus Oberengstringen. Er belegte den 15. Rang gemeinsam mit Philip Dittli aus Geroldswil, der nach einer fast dreijährigen Wettkampfpause ein überraschendes Comeback gab.

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