Billett-Automat auf der Nordseite des Bahnhofs

FDP-Gemeinderat Andreas Geistlich wollte vom Stadtrat wissen, was er zu tun gedenke, damit im Bereich «Bahnhof Nord» ein SBB-Billett-Automat installiert wird. Werkvorstand Stefano Kunz (CVP) erklärte ihm, dass die Stadt deswegen bei den SBB schon mehrfach vorstellig geworden sei.

«Bisher hatten sie aber kein Gehör dafür», sagte er. Er werde das Anliegen erneut platzieren, allerdings bezweifle er, dass dies etwas bewirken wird.

Zukunft des Gebäudes der NZZ-Druckerei

Ob sich die Exekutive in die Diskussion um die weitere Nutzung des NZZ-Gebäudes an der Zürcherstrasse nach der Schliessung der Druckerei einbringen werde, fragte Nikolaus Wyss (GLP). Stadtpräsident Toni Brühlmann-Jecklin (SP) liess verlauten, dass die Standortförderung bereits seit der Ankündigung der Schliessung mit der Geschäftsleitung der NZZ in Kontakt stehe.

Man habe angeboten, allfällige Kaufinteressenten über den Standort Schlieren sowie die Bau- und Zonenordnung zu informieren. Weiter sei auch die kantonale Standortförderung in Bezug auf eine mögliche Ansiedlung grösserer Firmen involviert.

Spätes Entfernen der Weihnachtsbeleuchtung

Für einiges Stirnrunzeln sorgte im Parlament die Antwort des Stadtrats auf eine Frage von SVP-Gemeinderat Peter Seifriz. Er störte sich daran, dass die städtische Weihnachtsbeleuchtung entlang der Bahnhof- und Uitikonerstrasse erst Anfang März abgebaut wurde.

„Bei uns zuhause geschieht dies spätestens Ende Januar, oder wenn meine Frau mich dazu auffordert“, erklärte er. Werkvorstand Stefano Kunz erwiderte darauf, dass er auch „keine Freude“ daran gehabt habe, dass es so lange dauerte, bis die Beleuchtung entfernt war. Hauptgrund dafür sei die lange Kälteperiode gewesen, welche bis März angedauert habe.

„Die Lichterketten bestehen aus feinen Metallfäden. Wenn es derart kalt ist, kann man sie nicht mit blossen Händen runternehmen. Da sie aber so fein sind, ist es auch nicht möglich, sie mit Handschuhen zu bearbeiten“, so Kunz.

Weil die Angestellten des Werkhofs zudem noch ungeübt seien im Umgang mit der Beleuchtung, die 2013 zum ersten Mal zum Einsatz gekommen ist, habe man daher abgewartet, bis die Temperaturen wieder etwas angestiegen waren.

Busverbindung von Schlieren nach Uitikon

Über den Stand der Dinge in Sachen Busverbindung Schlieren–Uitikon wollte Béatrice Miller (SP) informiert werden. Werkvorstand Kunz setzte sie davon in Kenntnis, dass die Stadt mit den Uitiker Behörden diesbezüglich in Kontakt stehe.

Allerdings liege der Ball derzeit bei der Nachbargemeinde: Der Gemeinderat in Uitikon prüfe, ob das Schwimmbad an die Bus-Route angeschlossen werden soll. Sobald ein Entscheid gefallen ist, werde sich die Stadt wieder einschalten, so Kunz.

„Güggel“ weg: Das „Kikeriki“ verstummt

Einiges Schmunzeln erntete SVP-Gemeinderätin Dolores Zanini für eine Frage zu einem Hühnerstall auf Stadtgebiet. Noch vor einem Jahr habe es dort mehrere Hühner und einen Hahn gehabt. Nun habe sie erfahren, dass das Ehepaar, welchem der Hühnerstall gehört, das männliche Tier habe entfernen müssen.

Zanini wollte vom Stadtrat wissen: „Schliesslich gehört zu ein paar Hühnern einfach ein ‚Güggel‘“, sagte sie. Bauvorstand Markus Bärtschiger (SP), der als ehemaliger Polizeivorstand mit der Angelegenheit zu tun hatte, klärte Zanini darüber auf, dass der Hahn leider oft zu Unzeiten seine Arbeit verrichtet, sprich seinen Schrei erklingen lassen habe.

Dadurch habe er den Zorn von Anwohnern auf sich gezogen. „Auch Abdunklungsmassnahmen am Stall vermochten das Problem der nächtlichen Schreie nicht zu lösen“, so Bärtschiger. Schliesslich hätten sich die Besitzer des „Güggels“ dazu entschieden, das Tier zu entfernen. „Sie taten dies aber ohne Zwang vonseiten der Stadt“, betonte er.

Verwaltungskosten pro Einwohnern und Jahr

Gaby Niederer vom Quartierverein war darüber erstaunt, dass gemäss statistischem Amt des Kantons Zürich die Dietiker Stadtverwaltung die Steuerzahler im Jahr 2012 lediglich 350 Franken pro Kopf kostete, während die Schlieremer Verwaltung mit 741 Franken zu Buche schlug.

Sie wollte daher wissen, wie sich der Stadtrat diese Differenz erklärt und ob er Massnahmen ergreife, um diese Kosten zu senken. Finanzvorsteherin Manuela Stiefel (FDP) erklärte ihr darauf, dass jenes Jahr in Bezug auf die Verwaltungskosten ein «Ausreisser» gewesen sei.

Der Stadtrat habe sich – anders als die Exekutiven anderer Gemeinden – dazu entschlossen, die Rückstellungen für die BVK-Sanierung unter dem Posten Behörden und Verwaltung abzulegen. «Dies, weil sie ja unsere Beamtenvorsorge betreffe», sagte Stiefel.

Dadurch schnellten die Verwaltungsausgaben von 389 Franken pro Kopf im Jahr 2011 auf 741 Franken. Bereits im Jahr 2013 sei der Nettoaufwand für die Verwaltung wieder auf 510 Franken gesunken, sagte sie.

Gesamtstädtischer Räbeliechtli-Umzug

In den letzten Jahren fand in Schlieren kein gemeinsamer Räbeliechtli-Umzug aller Schuleinheiten mehr statt. Dies, weil der Aufwand, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, sehr gross war. Die einzelnen Schulen organisierten jeweils einen eigenen Umzug.

EVP-Gemeinderat Reto Bär wollte daher vom Stadtrat wissen, ob er bereit wäre, einen gemeinsamen Umzug aller Schuleinheiten durchzuführen und zu organisieren. Stadtpräsident Brühlmann (SP) antwortete, dass die Behörden von den Schuleinheiten ein positives Feedback zu den kleineren Umzügen erhalten hätten.

Der Stadtrat werde aber diskutieren, ob ein städtischer Umzug in das Schlieremer Kulturangebot aufgenommen werden soll.

Gleich zwei Fragen zum Skaterpark

Die geplante Skateranlage im Zelgli war Gegenstand gleich zweiter Anfragen. Thomas Grädel (SVP) kritisierte, dass sich das Projekt seit der Kreditbewilligung des Parlaments im April 2010 (über 350 000 Franken) stark verändert habe. „So wie sich die Pläne der Skateranlage heute präsentieren, ist damit weder den Jugendlichen noch den Anwohnern gedient“, betonte er.

Öffnungszeiten bis 20 Uhr, eine Umzäunung mit automatischem Tor, eine Schutzschallwand und ein Piquet-Dienst der Verwaltung zur Kontrolle, dies waren die Zugeständnisse, die der Stadtrat den Anwohnern nach fast vier Jahren des Konflikts machte. Ob der Stadtrat nach diesen Anpassungen die Vorlage noch einmal vor das Parlament bringen würde, wollte Grädel daher wissen.

Damit nahm er die Frage von FDP-Gemeinderat John Daniels gleich vorweg. Dieser verlangte aber dazu, dass der Stadtrat auch die Kosten angibt, welche während der letzten vier Jahre für dieses Projekt angefallen sind.

Und schliesslich wollte er auch wissen, wie gross die Mehrkosten des Projekts gegenüber dem ursprünglichen Kredit sind. Werkvorstand Stefano Kunz (CVP) antwortete, dass bisher knapp 53 300 Franken für Planungskosten und Lärmgutachten angefallen seien.

Die Mehrkosten gegenüber dem ursprünglichen Projekt beliefen sich auf rund 60 000 Franken. Zwar könnte der Stadtrat einen solchen Betrag in eigener Kompetenz sprechen. Doch die Exekutive wolle, dass die Skateranlage breit abgestützt sei, sagte Kunz: „Da ohnehin noch zwei Postulate zum Thema hängig sind, wird sich das Parlament also sicher noch dazu äussern können.“

Spielplätze bei den Kindergärten und beim Schulhaus Hofacker

Sara Impusino von der CVP forderte vom Stadtrat Auskunft darüber, wann die Spielplätze bei den Kindergärten im Schulhaus Hofacker so saniert würden, dass sie den Sicherheitsbestimmungen entsprechen. Schliesslich sei für die Instandstellung bereits ein Betrag budgetiert gewesen, sagte sie.

Liegenschaftsvorsteherin Manuela Stiefel (FDP) fragte zurück, wie Impusino darauf komme, dass die fraglichen Spielplätze nicht sicherheitskonform wären. Die Stadt habe die Anlagen überprüfen lassen und dabei festgestellt, dass sie sicher seien. Die Stadt habe dennoch bereits verschiedene Erneuerungsmassnahmen vorgenommen und plane, beim Schulhaus einen weiteren Spielplatz zu erstellen, so Stiefel.

Rollrasen in der Bio-Badi „im Moos“

Einmal mehr wurde an einer Fragestunde auch die Bio-Badi „Im Moos“ zum Thema. Markus Weiersmüller (FDP) wollte wissen, wann der bei der Eröffnung 2011 versprochene neue Rollrasen installiert werde. Er habe nämlich noch nicht feststellen können, dass diese Arbeiten bereits vorgenommen worden wären. Werkvorstand Stefano Kunz (CVP) wertete es positiv, dass Weiersmüller den neuen Rasen vermisste.

„Wir haben diesen nämlich noch im Eröffnungsjahr ersetzt. Und er ist offensichtlich noch in sehr gutem Zustand“, sagte Kunz. Doch Weiersmüller replizierte zu einem späteren Zeitpunkt, dass die Einschätzung des Werkvorstands falsch sei: „Wenn ich einen neuen Rasen verlegen liesse und dieser danach so aussähe, wie es der Boden an einigen Stellen in der Bio-Badi tut, würde ich den Generalunternehmer mit meinem Anwalt konfrontieren.“

Erschliessung des Gewerbequartiers Grabenstrasse

Andreas Geistlich (FDP) erkundigte sich nach den Plänen des Stadtrats, um die Erschliessung des Gewerbequartiers „Grabenstrasse“ aus Westen sicherzustellen. Dies vor dem Hintergrund des geplanten neuen Verkehrsregimes im Zentrum und der Volksinitiative, welche eine autofreie Bahnhofstasse fordert. Bauvorstand Markus Bärtschiger (SP) erklärte darauf, dass die Erschliessung auch bei einer allfälligen Sperrung der Bahnhofstrasse über den Bahnhofplatz weiterhin funktionieren würde.

Dort werde nach aktueller Planung lediglich eine Tempo-20-Beschränkung eingeführt.

AXA Winterthur und die Baulücke in Schlieren West

GLP-Gemeinderat Nikolaus Wyss wollte von der Exekutive wissen, ob sie bei der AXA Winterthur vorstellig werde, um das westlich an das Schulhaus Reitmen angrenzende Land in einer Zwischennutzung als Naherholungszone nutzbar zu machen.

Wyss kam auf diese Frage, weil die AXA vor kurzem ein Bauprojekt für eine Wohnsiedlung mit Gewerbenutzung auf ihrer Parzelle an diesem Ort bis auf weiteres auf Eis legte (die Limmattaler Zeitung berichtete).

Die Eigentümerin stellt zwar in Aussicht, das Land zu begrünen, will es aber nicht öffentlich zugänglich machen. Bauvorstand Bärtschiger versicherte Wyss, dass der Stadtrat auf die AXA zugehen werde. „Da sich die Schule gleich daneben befindet, ist es im Interesse der Stadt, dass diese Parzelle zugänglich ist.“

Allerdings würde eine solche Lösung wohl nur so lange Bestand haben, bis die Eigentümerin den Gestaltungsplan umsetzt und das Land bebaut, gab er zu bedenken.

Schiebetüre zwischen Stadtbüro und Verwaltung

Als das Parlament über die Vorlage zur Erstellung eines Stadtbüros im Erdgeschoss des Stadthauses debattierte, teilte der Stadtrat der Legislative mit, dass der Schalterbereich unter anderem aus Sicherheitsgründen mittels einer Glasschiebetüre vom restlichen Verwaltungstrakt getrennt werden soll.

Markus Weiersmüller (FDP) stellte nun aber fest, dass „in letzter Zeit diese Türe tagsüber nie verriegelt ist“ und man ohne elektronischen Sicherheitsschlüssel in den Verwaltungstrakt gelangen kann. Er wollte daher wissen, weshalb der Zugang nicht besser gesichert wird.

Stadtpräsident Brühlmann antwortete ihm, dass eine Schliessung dieser Türe aus Sicherheitsgründen zwar sinnvoll, aber nicht praktisch wäre: „Rund 20 Prozent der Verwaltungskontakte finden noch heute an den Schaltern im Verwaltungstrakt und nicht im Stadtbüro statt“, sagte er.

Wenn man die Schiebetüre während der Öffnungszeit der Verwaltung nicht offenhalten wollte, wäre man gezwungen, davor Securitas-Personal zu platzieren, das den Stadtbewohnern bei Bedarf die Tür öffnet. „Wir wollen aber, dass das Stadthaus ein offenes Haus für die Bevölkerung ist. Daher wird die Schiebetüre auch zukünftig offen bleiben“, so Brühlmann.

Styroporsammelstelle bei Werkhof

SP-Gemeinderat Walter Jucker wollte von Werkvorstand Stefano Kunz wissen, ob mit dem neuen Gebäude, das mit der Erweiterung des Werkhofs entstehen soll, auch eine Styropor-Sammelstelle eingerichtet werde.

„Andere Gemeinden wie etwa Dietikon verfügen schon lange über eine solche Recycling-Möglichkeit für Styropor“, sagte er. Kunz musste ihm eingestehen, dass er bisher noch nie gehört habe, dass dieser Wertstoff überhaupt wiederverwertet werden kann. „Ich nehme das Anliegen mit, kann aber noch nicht versprechen, dass es umgesetzt wird“, sagte der Werkvorstand.