Dietikon

Jungtierschau in Dietikon: Die rasenden Hasen sind der Renner

Die Dietiker Jungtierschau des Kleintierzüchtervereins in der Vogelau sorgt bei Jung und Alt für leuchtende Augen.

«Jö, so herzig» - wenn der Kleintierzüchterverein zur alljährlichen Jungtierschau in die Dietiker Vogelau einlädt, dann können sich vor allem die jüngsten Besucher kaum sattsehen. Dieses Wochenende war es wieder so weit. Alles, was da kreucht und fleucht, Bibeli, Hühner und Hasen, Kind und Kegel geben sich ein friedliches Stelldichein, wie ein Rundgang durch die Anlage zeigt.

Vor dem Brutkasten beim Vereinshaus bestaunen Lars und Levin, wie ein Küken im Zeitlupentempo das Ei aufknackt. «Das isch ja es richtigs Wunder», stellen die beiden Knaben staunend fest, während sich nebenan ein paar Wochen alte Bibeli tummeln. Vorbei am reichhaltigen Tombola-Haus und dem Festzelt geht es weiter zum Streichelzoo.

In diesem Gehege sind die Häschen die grossen Stars. Die Knaben und Mädchen streicheln und herzen die Tiere, als wären es ihre eigenen. «Die sind ja uuherzig», meint die vierjährige Lara.

Kleintiere als Erholung vom Alltag

Beobachtet werden die Kinder von Tierobmann Pawel Müller. «Die Tiere sind für mich Erholung und zudem ein guter Ausgleich zur Arbeit», sagt er. Er habe am lebenden kleinen Getier grosse Freude. An den Fasanen und Güggeln bewundere er vor allem die unglaubliche Vielfalt der Farben. «Das Verhalten der Kleintiere beeindruckt mich besonders», so Müller, der in einem Biomassenkraftwerk arbeitet. Er und sein 14-jähriger Sohn hätten in der Fahrweid eine Tieranlage mit Zwerghühnern.

Die Zürcherin Gabi Peyer, seit 14 Jahren Präsidentin des Vereins, lernte durch ihren Mann die Kleintierszene kennen. «Unsere Kaninchen und Hühner fordern uns täglich heraus», sagt Peyer und fügt an: «Ich schwatze auch mit den Tieren.»

Viele Besucher sind selber Fachmänner, so wie Noldi Schuler. Hinter dem Restaurant Pappel in Urdorf züchtet er dreifarbige englische Schecken-Kaninchen. «Mir bedeuten diese Tiere sehr viel. Ich besuche sie auch jeden Tag zweimal», so Schuler, der auch als Handörgeler bekannt ist.

Inzwischen haben sich auf dem Kanin-Hop-Parcours die Schwestern Tess und Elin Baggenstoss aus Uerikon mit ihren beiden Hasen Rocky Day und Big Thunder zum Hindernisrennen bereitgemacht. Jung und Alt verfolgte das unterhaltsame Spektakel. Und so entpuppt sich die Trendsportart ohne Zweifel als Attraktion des Tages, gerade weil die Hasen nur springen, wenn sie wirklich wollen.

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