Youth Classics
Junge Musikanten überzeugen mit Können und gefühlvollem Spiel

Junge Musikerinnen und Musiker aus der ganzen Welt begeistern am Youth Classic das Publikum. Sie überzeugten die Zuschauer mit ihrem gefühlvollen Spiel, ihrem Können und der Freude am Musizieren.

Franziska Schädel
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«Es macht mir grosse Freude, mit jungen Musikerinnen und Musikern etwas zu gestalten und aufzubauen», sagt Philip A. Draganov, der künstlerische Leiter Jungendorchesters.

«Es macht mir grosse Freude, mit jungen Musikerinnen und Musikern etwas zu gestalten und aufzubauen», sagt Philip A. Draganov, der künstlerische Leiter Jungendorchesters.

Limmattaler Zeitung

Am Ende stand nur noch ein vergessener Notenständer auf der Bühne. Die Serenade für Streicher von Edward Elgar war verklungen. Was blieb, war die Erinnerung an ein wunderbares Musikerlebnis. Einen Abend lang hatten die jungen Musikerinnen und Musiker des Youth Classics Orchestra mit ihrer Darbietung von Bach, Mozart, Elgar und Tschaikowsky bezaubert. Sie brachten grosse Musik nach Schlieren und überzeugten durch ihr Können und gefühlvolles Spiel. Da war keine abgeklärte Routine erfahrener Musiker.

Hani Song (16), Geige «Musik macht mir Freude und gibt mir sehr viel Kraft», sagt Hani Song. «Meine ältere Schwester hat Geige und Klavier gespielt und darum wollte ich die gleichen Instrumente lernen.» Die 16-Jährige ist in Zürich aufgewachsen und spielt seit ihrem dritten Lebensjahr Violine. Später besuchte sie Meisterkurse, unter anderen bei Julia Fischer. Song ist Preisträgerin verschiedener Wettbewerbe. Mit 12 Jahren wurde sie jüngstes Mitglied im Jugend Sinfonieorchester Zürich und ist heute stellvertretende Konzertmeisterin der Konsi Strings Zürich. Sie brillierte in Schlieren als gefühlvolle Solistin in Mozarts Violinkonzert in A-Dur. «Ich bin sehr zufrieden mit dem heutigen Konzert und es macht mich glücklich, dass die Musik dem Publikum gefällt», kommentiert sie den Abend. «Später einmal Solistin zu werden, wäre schon ein Ziel. Aber es würde mir auch Freude bereiten, in einem guten Orchester mitzuspielen.»

Hani Song (16), Geige «Musik macht mir Freude und gibt mir sehr viel Kraft», sagt Hani Song. «Meine ältere Schwester hat Geige und Klavier gespielt und darum wollte ich die gleichen Instrumente lernen.» Die 16-Jährige ist in Zürich aufgewachsen und spielt seit ihrem dritten Lebensjahr Violine. Später besuchte sie Meisterkurse, unter anderen bei Julia Fischer. Song ist Preisträgerin verschiedener Wettbewerbe. Mit 12 Jahren wurde sie jüngstes Mitglied im Jugend Sinfonieorchester Zürich und ist heute stellvertretende Konzertmeisterin der Konsi Strings Zürich. Sie brillierte in Schlieren als gefühlvolle Solistin in Mozarts Violinkonzert in A-Dur. «Ich bin sehr zufrieden mit dem heutigen Konzert und es macht mich glücklich, dass die Musik dem Publikum gefällt», kommentiert sie den Abend. «Später einmal Solistin zu werden, wäre schon ein Ziel. Aber es würde mir auch Freude bereiten, in einem guten Orchester mitzuspielen.»

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Da war Begeisterung spürbar und Freude am gemeinsamen Musizieren und am Erfolg. Strahlend nahmen die Solistinnen den Applaus entgegen. Und in der Pause waren sie wieder ganz normale junge Leute, die lachend und plaudernd beieinander standen. «Puh, das war anstrengend», meinte eine junge Musikerin. «Gut ist Pause!»

Musikerinnen und Musiker aus der ganzen Welt

«Grossartig, ganz grossartig! Die Spontaneität, die Frische und vor allem das Können der Solistinnen!», schwärmte Karin Gugger aus Oberengstringen. Auch Ermelinda Greco aus Schlieren - und Sizilien, wie sie schmunzeln ergänzte - war begeistert von den jungen Musikern. «Ich liebe klassische Musik!» Die Musikerinnen und Musiker des Orchesters stammen aus der ganzen Welt. Allen gemeinsam ist ihre Begeisterung für die Musik und ihr Potenzial. Sie alle wurden oder werden in Zürich ausgebildet.

Philip A. Draganov, Mitbegründer des Vereins Youth Classics und dessen künstlerischer Leiter, war sehr zufrieden mit der Leistung seiner Schützlinge. «Es macht mir grosse Freude, mit jungen Musikerinnen und Musikern etwas zu gestalten und aufzubauen», erklärte er sein Engagement für den Verein.

Charlotte Wieser (18), Cello «Es ist ein schönes Gefühl, so viel Applaus zu bekommen und zu spüren, dass etwas vom Publikum zurückkommt», sagt Charlotte Wieser. Die Luzernerin besucht derzeit das Kunst- und Sportgymnasium Rämibühl und will nach Abschluss der Schule ein Musikstudium beginnen. Sie spielt im Jugend Sinfonieorchester Zürich und seit vier Jahren bei den Konsi Strings Zürich. Wieser ist Preisträgerin diverser Wettbewerbe. «Schon als ich ganz klein war, wollte ich immer Cello spielen», erzählt die 18-Jährige. «Musik kann sehr tief gehen und grosse Freude bereiten.» Bei einem Konzert habe sie immer Lampenfieber, meint die Cellistin. «Das macht aber nichts. Es kommt nur darauf an, ob es mich einschränkt oder antreibt.» Und nach dem Konzert? «Wenn es dann vorbei ist, bin ich immer ganz euphorisch. An Schlafen ist dann gar nicht zu denken.» Für ihre Darbietung von Tschaikowskys Pezzo Capriccioso erntet sie in Schlieren stürmischen Applaus.

Charlotte Wieser (18), Cello «Es ist ein schönes Gefühl, so viel Applaus zu bekommen und zu spüren, dass etwas vom Publikum zurückkommt», sagt Charlotte Wieser. Die Luzernerin besucht derzeit das Kunst- und Sportgymnasium Rämibühl und will nach Abschluss der Schule ein Musikstudium beginnen. Sie spielt im Jugend Sinfonieorchester Zürich und seit vier Jahren bei den Konsi Strings Zürich. Wieser ist Preisträgerin diverser Wettbewerbe. «Schon als ich ganz klein war, wollte ich immer Cello spielen», erzählt die 18-Jährige. «Musik kann sehr tief gehen und grosse Freude bereiten.» Bei einem Konzert habe sie immer Lampenfieber, meint die Cellistin. «Das macht aber nichts. Es kommt nur darauf an, ob es mich einschränkt oder antreibt.» Und nach dem Konzert? «Wenn es dann vorbei ist, bin ich immer ganz euphorisch. An Schlafen ist dann gar nicht zu denken.» Für ihre Darbietung von Tschaikowskys Pezzo Capriccioso erntet sie in Schlieren stürmischen Applaus.

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Dieser wurde vor zwei Jahren gegründet mit dem Ziel, hochbegabte Nachwuchskünstler der klassischen Musik nachhaltig zu unterstützen und ihnen, neben Kursen, Workshops und Musikfestivals, Gelegenheit für öffentliche Konzertauftritte zu vermitteln. Alle Orchestermitglieder sind Preisträger von nationalen und internationalen Wettbewerben.

Schlierens Stadtpräsident Toni Brühlmann-Jecklin kündigte in seiner Begrüssung das einzigartige Ereignis an: «Junge Künstler aus der ganzen Welt - das passt doch wunderbar in unser internationales Schlieren», freute er sich.

Krönender Abschluss der Mozartfeierlichkeiten

Im Programm des Abends fanden sich zahlreiche Stücke Mozarts. Der Komponist reiste Mitte des 18. Jahrhunderts im Alter von zehn Jahren mit seiner Familie von Genf bis nach Schaffhausen durch die Schweiz. Seit sieben Jahren verfolgt der Verein Schweizer Mozartweg das Ziel, diese Reise nachzuvollziehen und in Form einer touristisch attraktiven Route zu etablieren.

Eine der Durchgangsstationen war die Stadt Schlieren. Vergangenes Jahr wurde daher in Erinnerung an den berühmten Gast im Schlieremer Stadtpark eine Mozartstele enthüllt. Das Konzert des Youth Classics Orchestra bildete nun den krönenden Abschluss der Mozartfeierlichkeiten.