Dietikon

Jugendliche vermissen Freizeitmöglichkeiten: Dietikon soll attraktiver werden

Haben Jugendliche nicht mit Flyern, sondern über soziale Medien eingeladen: Géraldine Füllemann, Kreshmeh Jabari und Valentina Büschi vom Dietiker Jugendrat.

Haben Jugendliche nicht mit Flyern, sondern über soziale Medien eingeladen: Géraldine Füllemann, Kreshmeh Jabari und Valentina Büschi vom Dietiker Jugendrat.

Die Jugendlichen vermissen geeignete Freizeitmöglichkeiten: Die Jugendsession ist daran, ein entsprechendes Postulat vorzubereiten.

Drei Themen standen am Samstag auf der Traktandenliste des Jugendrates: «Events für Jugendliche», «Generationentreff» und «McDonald’s».

Mit der Verstärkung zahlreicher Dietiker Jugendlicher ging es darum, diese Themen zu konkretisieren und Ideen zu sammeln. Zum ersten Mal wurden die Sessions-Teilnehmenden nicht per Flyer, sondern über soziale Netzwerke rekrutiert. «Flyer sprechen die Jungen nicht mehr wirklich an», erklärt die 17-jährige Valentina Büschi vom Dietiker Jugendrat. Der Rat hätte die Jugendlichen dieses Jahr über WhatsApp und Instagram auf den Anlass aufmerksam gemacht.

Von 9.30 bis 13.30 Uhr diskutierten die Jugendlichen eifrig, machten Vorschläge und assen zusammen zu Mittag. Für die Themen beratend zur Seite standen Michel Duc von der städtischen Jugendarbeit, der Dietiker Standortförderer Adrian Ebenberger sowie Martin Tanner, Sozialdiakon der reformierten Kirche Dietikon. Danach stellten die einzelnen Gruppen ihre Ergebnisse vor.

Von den drei Themen schaffte es der «Generationentreff» mangels Ideen nicht bis zur Präsentation. Umso mehr Vorschläge kamen dann allerdings für die Events zusammen, welche Jugendliche in Dietikon ansprechen sollten. Party-Betrieb im Gleis 21 oder eine Chilbi mit Bahnen für Jugendliche waren zwei Wünsche der Sessions-Teilnehmenden. Ein wichtiges Anliegen war zudem die Nachwuchsförderung. Talentierte Jugendliche sollten mehr Möglichkeiten bekommen, sich in der Stadt entfalten zu können.

Weiter ging es mit einem potenziellen Standort für eine neue McDonald’s-Filiale in Dietikon. Die Filialen des Fast-Food-Riesen in Spreitenbach oder Schlieren lägen zu weit weg, so die Meinung der Jugendlichen. Ein McDonald’s in Dietikon sei zudem wichtig für die Attraktivität der Stadt. So könnte man etwa am Standort des seit Ende 2018 geschlossenen Cinéma Capitol, beim Hofacker oder beim Restaurant Bären eine solche Filiale einrichten, schlug die Arbeitsgruppe vor.

In der anschliessenden Abstimmung wurde das Thema gewählt, welches den Jugendlichen am meisten am Herzen lag: Das Rennen machten die Events für Jugendliche. Nun liegt es am Jugendrat, innert nützlicher Frist ein entsprechendes Postulat auszuarbeiten und dem Dietiker Gemeinderat vorzulegen, damit das Anliegen auf der politischen Bühne auch weiterverfolgt wird.

Für den Dietiker Stadtpräsidenten Roger Bachmann (SVP) ist das Anliegen der Jugendlichen nicht neu. «Wir wissen um den Wunsch der Jugendlichen nach mehr Freizeitmöglichkeiten», sagte er. So sei das Thema auch bereits auf dem Radar des Stadtrates gewesen.

Ein Anfang sei mit dem im Juni zum ersten Mal ausgetragenen Sommerfest gemacht worden. Man wolle dieses nun jedes Jahr durchführen. «Wir sind uns natürlich bewusst, dass das noch nicht ausreicht», so Bachmann. Es bestehe ein Bedarf nach mehr Jugendzentren und Freizeiträumen in Dietikon. Ein grosses Problem sei jedoch der fehlende Platz. «Hier müssen wir schauen, wie Räume geschaffen werden können.»

Auch die Nachwuchsförderung sei ein Anliegen, dem sich die Stadt verstärkt annehmen wolle, sagte Bachmann. Er sieht in der Förderung junger Talente Vorteile auf beiden Seiten: «Wenn wir es schaffen, aus den hiesigen Talenten Botschafter für Dietikon zu machen, ist das ein enormer Nutzen für die Stadt.»

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