Oberengstringen
Jugendliche verpassen ihrem Hof ein Facelifting

Malen, sägen, spachteln – im Innenhof des Jugendhauses Oberengstringen herrscht dieser Tage reger Betrieb. Bis morgen soll der in den letzten Jahren etwas heruntergekommene Hof in neuem Glanz erstrahlen.

Sandro Zimmerli
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Damit die Jugendlichen ihre Ideen in die Neugestaltung mit einfliessen lassen können, wurden sie von der Jugendarbeit zur Mithilfe aufgerufen. Rund zehn Jugendliche sind der Einladung nachgekommen und arbeiten während ihrer zweiten Herbstferienwoche fleissig mit.

Feuerstelle und Sitzgelegenheiten

«Ich will, dass der Platz später schön aussieht, denn ich bin gern im Jugendhaus», sagt die 13-jährige Idil. Zusammen mit ihrer Kollegin Selina ist sie daran, den Tischtennistisch zu spachteln, damit er nachher neu gestrichen werden kann. «Ich finde es eine gute Idee, dass wir mithelfen und unsere Ideen einbringen können», erklärt die 12-jährige Selina. Derweil sind zwei Mitarbeiter des Werkhofes damit beschäftigt, die Füsse für den Tisch aufzustellen. «Ohne die Hilfe des Werkhofs könnten wir diese Arbeiten gar nicht durchführen», sagt Lukas Vogt, Jugendbeauftragter der Gemeinde.

Aber auch ohne die vielen jungen Helfer wäre es nicht möglich die Wände neu zu streichen, eine Grillstelle zu bauen sowie Tische und Bänke zu montieren. «Es ist schön, dass sich so viele freiwillig gemeldet haben und ihre Ferien mit Arbeiten verbringen», freut sich Vogt. Dieses Engagement zeige, wie beliebt der Ort bei den Jugendlichen sei. «Er ist zentrumsnah und dennoch etwas abgeschieden», so der Jugendbeauftragte. Durch die Aufwertung erhoffe man sich, dass künftige auch jüngere Benutzer den Weg ins Jugendhaus fänden. Dannzumal soll der Platz möglichst oft zugänglich sein. «Immer wenn jemand von der Jugendarbeit anwesend ist, wird der Hof geöffnet sein», sagt Vogt. Denn der Tischtennistisch oder die Feuerstelle sind nicht die einzige Neuerung rund ums Jugendhaus.

Schlüssel wird «grosszügig» ausgehändigt

Vor kurzem wurde der Zugang zum Haus, der über den Hof führt, mit einem Gittertor versehen. «Der Hof wurde nicht nur untertags genutzt, sondern auch in der Nacht. Das hat zu Lärmreklamationen geführt und Abfall verursacht. Deshalb haben wir das Tor installiert», erklärt Vogt. Der Schlüssel für das Gitter werde bei der Jugend-Info aufbewahrt. Dort könnten ihn die Jugendlichen abholen, wenn sie Zeit im Hof verbringen wollten. «Wir werden den Schlüssel sicher grosszügig aushändigen, wenn sich alle an die Regeln halten und sich dieses System bewährt», so Vogt.