Arbeitslosenquote

Jugendliche melden sich früher arbeitslos

Jugendarbeitslosigkeit (Symbolbild)

Jugendarbeitslosigkeit (Symbolbild)

Die Arbeitslosigkeit im Bezirk Dietikon ist im Juli gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte leicht angestiegen. Spürbar zugenommen hat laut RAV Dietikon die Zahl der Neuanmeldungen von Jugendlichen.

Waren im Juni noch 1721 Personen ohne feste Arbeit, waren es im Juli deren 1766. Zum Vergleich: Im Juli des letzten Jahres waren 10,6 Prozent weniger Menschen arbeitslos. Mit der Zunahme um 0,1 Prozent beträgt die Arbeitslosenquote somit 4,1 Prozent.

Spürbar zugenommen hat laut RAV Dietikon die Zahl der Neuanmeldungen von Jugendlichen. Wer im Sommer die Schule abschloss und bisher noch keine Lehre fand, kann sich seit Anfang Juli beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) melden. 123 Jugendliche im Alter von 15 bis 19 Jahren haben dies im vergangenen Monat getan, was gegenüber dem Vormonat fast eine Verdoppelung der Meldungen darstellt.

Die Zunahme der Anmeldungen von Jugendlichen ist zwar saisonal bedingt. Dieses Jahr erfolgte der Anstieg der jugendlichen Arbeitslosenmeldungen aber merklich früher als in den vergangenen Jahren. Normalerweise mache sich der Anmeldungszuwachs aufgrund Lehrstellenmangels erst nach den Sommerferien im September bemerkbar.

Für Schulabgänger, die noch keine Lehrstelle gefunden haben und als arbeitslos gemeldet sind, bietet das RAV in sogenannten Motivationssemestern Schulungs- und Arbeitsprogramme als Übergangslösung an. Dies führe im Folgejahr oft zu einem Lehrstellenverhältnis. Das RAV Dietikon empfiehlt Schulabgängern deshalb, sich so schnell wie möglich beim Arbeitsvermittlungszentrum zu melden.

Fachkräftemangel im Bausektor

Trotz der leichten Zunahme der Arbeitslosenquote ist der Arbeitsmarkt im Limmattal aber weiterhin aufnahmefähig, wie das RAV Dietikon erklärt. Vor allem nach Handwerkern mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung bestehe im Limmattal aufgrund der regen Bautätigkeit eine grosse Nachfrage. Hier herrscht sogar ein Mangel an geeigneten Fachkräften, so die Mitteilung.

Insgesamt gab es während der Sommerferien weniger Stellenangebote, dafür mehr Stellen für Ferienaushilfen mit geringen Aussichten auf eine Festanstellung. Dies ist für die Jahreszeit aber normal.

Mit der leichten Zunahme der Arbeitslosigkeit liegt der Bezirk Dietikon immer noch 1 Prozent über dem kantonalen Durchschnitt, der im Juli ebenfalls um 0,1 Prozentpunkte auf 3,1 Prozent leicht anwuchs. Im gesamten Kanton Zürich waren im vergangenen Monat rund 24 000 Menschen bei den Arbeitsvermittlungszentren als arbeitslos gemeldet. (rue)

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