Der Kantonsrat und Unternehmer lieferte sich mit seinem Wädenswiler Parteikollegen Philipp Kutter ein zeitweise enges Rennen um den dritten Platz. Am Ende lag Kutters Vorsprung allerdings bei rund 2000 Stimmen: Er holte sich 25 152 Stimmen, Wiederkehr 23 159. «Wir wussten, dass es nicht einfach wird, einen Listenplatz gutzumachen», sagte Wiederkehr gestern Abend nach Bekanntwerden der Wahlergebnisse.

Der 45-Jährige war auf dem vierten Listenplatz in den Wahlkampf gestartet — mit dem Ziel, auf dem dritten zu landen. Auch wenn er das nicht selber sagt: Als Drittplatzierter hätte Wiederkehr reelle Chancen gehabt, für die Wiedergewählte Kathy Riklin in die grosse Kammer nachzurücken. Riklin erreicht in zwei Jahren das Pensionsalter und könnte deshalb noch vor den nächsten Wahlen 2019 aus dem Nationalrat zurücktreten.

Nun kann Kutter auf Riklins Rücktritt hoffen. Seinen Vorsprung auf Wiederkehr hat der Wädenswiler ausschliesslich «seinem» Bezirk Horgen zu verdanken. Dort holte Kutter rund 4500 Stimmen mehr als der Dietiker. Bei der Mehrheit der anderen Bezirke lag Wiederkehr hingegen vor Kutter, bei ein paar wenigen gleichauf. In seinem «Heimbezirk» Dietikon liess Wiederkehr gar die beiden Wiedergewählten Barbara Schmid-Federer und Kathy Riklin deutlich hinter sich: Mit 3104 Stimmen holte er hier fast 1000 mehr als Schmid-Federer. (Hae)