Vor der Rechnungsgemeinde wird das detaillierte Projekt am 13. Mai der Öffentlichkeit an einer Informationsveranstaltung präsentiert, sagt Bau- und Werkvorstand René Beck auf Anfrage.

Das Projekt sieht vor, einen Kunstrasen sowie einen Trainingsplatz - aus Naturrasen - auf dem Gebiet der heutigen Schulwiese und des Sandplatzes zu erstellen. Im Vergleich zu heute würden die beiden neuen Plätze um 90 Grad gedreht, sodass deren Breitseiten in Richtung der Autobahn zu liegen kämen. Der Sandplatz würde dem Kunstrasen weichen. Um dieses Vorhaben realisieren zu können, muss das gesamte Gebiet um knapp zweiter Meter aufgeschüttet werden.

Grund dafür sind Auflagen des kantonalen Amtes für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel). Durch die geplante Neuanordnung der Fussballplätze würde ein Teil des Kunstrasenplatzes in der Grundwasserschutzzone Drei zu liegen kommen. Das Awel erlaubt den Bau eines Kunstrasenplatzes in diesem Gebiet nur unter der Auflage, dass das gesamte Gebiet angehoben wird.

Die neue Anordnung der Plätze hat noch weitere Konsequenzen. Die bestehende 100-Meter-Bahn und die Weitsprunganlage müssen weichen, die Treppe zur Spielwiese soll abgerissen werden. Die 100-Meter-Bahn soll neu zwischen Kunstrasen- und Trainingsplatz liegen. Die Weitsprunganlage wollen die Planer direkt an den bestehenden roten Hardplatz anbauen. Letzterer soll überdies auch saniert werden. Gleiches gilt für den Betonplatz, wo die Skateranlage steht und alljährlich die Chilbi stattfindet. Der Sandkasten, der diesen Platz zum Hauptfussballplatz hin abgrenzt, soll in ein Beachvolleyballfeld umgestaltet werden.

Damit kommt der Gemeinderat dem an der Zukunftskonferenz geäusserten Wunsch nach einer polysportiven Anlage nach. Damals, im November 2009, wurde die Bevölkerung eingeladen, Vorschläge zu einer Attraktivitätssteigerung der Gemeinde zu machen.

Möglicherweise wird das Projekt durch den Bau zusätzlicher Garderoben abgerundet. «Wir prüfen noch, ob es Sinn macht neue Garderoben zu bauen, und was dies allenfalls kosten würde», so Beck. Die Kosten für die Umgestaltung der Sportanlage lägen bei rund 4,2 Millionen Franken. Die Gemeinde Unterengstringen werde sich aber an den Kosten für den Kunstrasenplatz beteiligen, da dieser hauptsächlich von Sportlern aus Ober- und Unterengstringen genutzt werde. Wie sich die Beteiligung der Nachbargemeinde gestalten werde, sei Gegenstand von Verhandlungen.

«Unser Ziel ist es, dass wir bei einem Ja der Gemeindeversammlung bereits in den Herbstferien mit der Aufschüttung beginnen wollen. So würde der Schulbetrieb am wenigsten gestört», hält Beck fest.