Abstimmung

Jede Gemeinde ist nun im Vorstand der Zürcher Planungsgruppe Limmattal vertreten

Esther Thiébaud und Matthias Knuser zeigen den ZPL-Delegierten der Zürcher Planungsgruppe Limmattal, wie 3D-Modelle Entwicklungsprozesse unterstützen können. (Archiv)

Esther Thiébaud und Matthias Knuser zeigen den ZPL-Delegierten der Zürcher Planungsgruppe Limmattal, wie 3D-Modelle Entwicklungsprozesse unterstützen können. (Archiv)

Die Totalrevision der ZPL-Statuten wird in allen elf Gemeinden des Bezirks Dietikon deutlich angenommen. 88,5 Prozent sagten an der Urne Ja.

Der Zweckverband Zürcher Planungsgruppe Limmattal wird ab nächstem Jahr mit einem vergrösserten Vorstand und einem erweiterten Verbandszweck arbeiten können: Die Stimmberechtigten der elf Bezirksgemeinden haben gestern mit einem Ja-Stimmenanteil von insgesamt 88,5 Prozent die neuen Statuten genehmigt.

Die Totalrevision der Statuten wurde durch das neue kantonale Gemeindegesetz ausgelöst; alle bestehenden Zweckverbände müssen ihre Regelwerke bis spätestens Ende 2021 entsprechend anpassen.

Die Zürcher Planungsgruppe Limmattal hatte dies zum Anlass genommen, generell über ihre Strukturen nachzudenken; sie hat verschiedene Organisationsmodelle – etwa Delegiertenversammlung oder Geschäftsleitung – geprüft. Nach den Rückmeldungen aus den Gemeinden entschied sich die Planungsgruppe für eine Vergrösserung des Vorstandes auf elf Mitglieder. Dies ermöglicht es, dass jede Verbandsgemeinde im Vorstand vertreten ist. Jede Gemeinde könne damit bereits in diesem Gremium Einfluss auf die Entscheide nehmen, hatte unter anderem der Aescher Gemeinderat als Vorteil dieser Anpassung hervorgehoben.

Im Weiteren kann die Planungsgruppe, die seit mehr als 60 Jahren für die Regionalplanung im Limmattal verantwortlich ist und die Verbandsgemeinden aktiv in planerischen Fragen unterstützt, dank den neuen Statuten nun auch Aufgaben der Standortförderung übernehmen.
Schliesslich wird auch der Kostenschlüssel geändert. Statt je zur Hälfte die Einwohnerzahl und die bereinigte Steuerkraft zu berücksichtigen, werden neu die Einwohnerzahl (40 Prozent), die Zahl der Arbeitsstellen (40 Prozent) und die Gemeindefläche (20 Prozent) zur Berechnung herangezogen. Dies führt zu Veränderungen; Schlieren dürfte 13000 Franken mehr zahlen (plus 20 Prozent), Uitikon 6000 Franken weniger (minus 32 Prozent).

Die neuen Statuten enthalten zudem verschiedene kleinere Anpassungen. So werden die Erlasse und allgemein verbindlichen Beschlüsse nicht mehr in Zeitungen veröffentlicht, Interessierte können diese auf der Internetseite des Verbandes finden. Zudem sind mehr Unterschriften nötig, um einen Urnengang zu erzwingen: Für eine Initiative müssen neu 1500 statt wie bisher 1000 Stimmberechtigte gewonnen werden, für ein Referendum 750 statt 500. Die Erhöhung wird mit dem Bevölkerungswachstum begründet.

Die Stimmbeteiligung lag bei 30 Prozent. Insgesamt zählten die Stimmenzähler gemäss den elf Wahlbüros 10805 Ja- und 1404 Nein-Stimmen. Die grösste Zustimmung ergab sich in Uitikon mit einem Ja-Stimmenanteil von 95,5 Prozent, am geringsten fiel sie in Dietikon mit 84,1 Prozent aus

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