Zürich Albisgüetli

Jakob Marten ist Sieger des Knabenschiessens – Geroldswilerin auf Platz 7

Erzielte als einziger Schütze das Punktemaximum: Jakob Marten.

Erzielte als einziger Schütze das Punktemaximum: Jakob Marten.

Als Einziger hat Jakob Marten am diesjährigen Knabenschiessen in der Qualifikation das Maximum von 35 Punkten geschossen: Der 16-Jährige aus Auslikon (Gemeinde Pfäffikon ZH) ist am Montag im Zürcher Albisgüetli zum Schützenkönig gekrönt worden.

Insgesamt hatten von Samstag bis Montagvormittag 4083 Jugendliche am traditionellen Schiesswettbewerb teilgenommen. Marten blieb dabei der einzige, der fünf Volltreffer auf die A-Scheibe setzte. Ein Ausstich um die Krone war damit zum sechsten Mal seit dem Jahr 2000 nicht mehr notwendig.

Schützenkönig Jakob Marten über seinen Sieg am Knabenschiessen

Schützenkönig Jakob Marten über seinen Sieg am Knabenschiessen

Im Interview spricht er über seinen Sieg und seine Familie.

Geroldswilerin auf Platz 7

Unter den Top 10 ist auch eine Limmattalerin vertreten: Die Geroldswilerin Jasmin Waser (Jahrgang 2002) holte sich den 7. Platz. Sie holte 34 Punkte und beim Ausstich erzielte sie noch 28 Punkte.

Elf Knaben und drei Mädchen, die das Maximum in der Qualifikation nur knapp verfehlt und 34 Punkte erzielt hatten, massen sich im Ausstich am Montag um die weiteren Platzierungen hinter Marten.

Am diesjährigen Zürcher Knabenschiessen gaben über 4000 Jugendliche fünf Schüsse auf die A-Scheibe ab. Teilnehmen konnte Mädchen und Knaben im Alter von 13 bis 17 Jahren (Jahrgänge 2000-2004).

Die Witterungsverhältnisse waren am Wochenende unterschiedlich. Am Samstag sprachen die Organisatoren davon, dass das Wetter für die grosse Chilbi nicht gerade optimal gewesen sei, doch hätten für das Schiessen ideale Bedingungen geherrscht. Am Sonntag war nun das Wetter an sich deutlich besser, aber im Schiessstand war es für optimale Lichtverhältnisse fast "etwas zu grell".

Das älteste und grösste Volksfest

Das Knabenschiessen ist nicht nur ein Schiesswettbewerb. Die Organisatoren bezeichnen den dreitägigen Event auch als "s'grööscht Zürcher Volksfäscht". Sie sprechen von mehreren 100'000 Festbesuchern, die jeweils zum Albisgüetli an eine der grössten Chilbis der Schweiz kommen.

Das Knabenschiessen gilt auch als das älteste Volksfest in der Stadt Zürich. Seine Wurzeln reichen bis ins 17. Jahrhundert. In Akten aus dem Jahr 1656 ist von einem "Knaben Schiesset" als Abschluss eines mehrwöchigen Drillkurses die Rede.

Der Anlass hielt sich über die Jahrhunderte hinweg an wechselnden Schauplätzen. Seit 1899 wird das Knabenschiessen von der Schützengesellschaft der Stadt Zürich im Albisgüetli organisiert. Seit 1991 sind auch Mädchen zum Schiessen zugelassen - seither haben sich sechs Königinnen in die Siegerliste eingetragen.

Regen-Schlamassel am Knabenschiessen

Regen-Schlamassel am Knabenschiessen

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