Konzert
Jahrhunderte alte Instrumente sorgen am Birmensdorfer Neujahrsapéro für Staunen

Das «Quantett Johannes Kobelt» kehrt zu seinen Wurzeln zurück und unterhält das Publikum am Neujahrsapéro mit exotischen Klängen.

Cynthia Mira (Text und Foto)
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Rund zwanzig verschiedene Instrumente stehen auf der Bühne im Gemeindezentrum Brüelmatt und ziehen aufgrund ihrer exotischen Formen die Blicke der Besucher auf sich. Sie gehören dem «Quantett Johannes Kobelt», das diesen Sonntagvormittag am Neujahrsapéro in Birmensdorf auftritt. Dazu eingeladen haben der Kulturkreis und der Gemeinderat.

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Mehr als zwanzig Instrumenten werden von Johannes Kobelt Katharina Kobelt und Adrian Bodmer gespielt
Das Trio überzeugt mit exotischen Klängen.
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Cynthia Mira

Die Künstler kommen mit ihrem Auftritt beim Publikum gut an. Die drei Berufsmusiker Johannes und Katharina Kobelt, sowie Adrian Bodmer beherrschen zahlreiche Musikrichtungen und spielen aussergewöhnliche Klänge auf verschiedenen Blas- und Streichinstrumente, die teilweise Jahrhunderte alt sind. «Dieser Kontrabass stammt aus Venedig und wurde im Jahr 1690 extra für mich gebaut», scherzt Johannes Kobelt auf der Bühne. Mit den Worten «Bach trifft auf Brasilien» stimmt Adrian Bodmer die «Capriole Classique» an, während bei der «Capriole très Suisse» eine Schweizer Handorgel in Miniatur die Zuschauer verzückt. Die mitunter melancholischen Klänge passen gut zur Rede von Gemeindepräsident Werner Steiner, der an die vielen weltpolitischen Turbulenzen des vergangenen Jahres erinnert.

Grosseltern wohnten im Dorf

Für das Trio ist der Auftritt eine Art Heimspiel, denn die Grosseltern Kobelt waren in Birmensdorf zu Hause, sagt Heidi Thüring, Vizepräsidentin des Kulturkreises. «Jakob, der Bruder von Johannes, hat beim 75. Jubiläum unseres Kirchenchors vor etwa 30 Jahren mitgewirkt. Da haben wir oben in Aesch bei der Waldlichtung ein Fest gefeiert», erinnert sich Ruth Newec, langjähriges Mitglied des reformierten Kirchenchors. Sie habe gewusst, dass die Musik gut sein werde. «Das war auch der Grund, weshalb ich gekommen bin. Bei dem Schnee wäre ich vermutlich nicht runtergekommen», sagt die 85-Jährige.

Auch andere Besucher waren angetan. «Wir nahmen zuerst hinten im Saal Platz, aber als wir die vielen Instrumente auf der Bühne sahen, habe ich zu meinem Mann gesagt, wir müssen in die vorderen Reihen sitzen und das hat sich gelohnt», sagt Anna Voigt Lutz, die zusammen mit ihrem Mann Martin Lutz seit 6 Jahren in Birmensdorf lebt. Die Feinheit in den Klängen ohne jegliche elektronische Verstärkung und diese ehrliche Musik habe sie sehr beeindruckt. «Dieser humorvolle Wortwitz zwischen den Stücken und die Wirkung des Zusammenspiels während dem ganzen Auftritt war sehr berührend», sagt sie.