Uitikon
Jacqueline Fehr feiert mit der Limmattaler Politik: «Ihnen im Bezirk Dietikon möchte ich speziell danken»

Jacqueline Fehr erwies den Limmattaler Politikerinnen und Politikern die Ehre. Sie brachte auch eine süsse Versuchung aus dem Gefängnis mit.

David Egger
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Der Aescher Gemeindepräsident Johann Jahn (Forum) im Gespräch mit Regierungsrätin Jacqueline Fehr (SP).
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So lachen neue Gemeindepräsidenten zweier Nachbargemeinden: Simon Wirth (FDP, Unterengstringen) und Mario Okle (parteilos, Weiningen).
Der neue Schlieremer Stadtrat Pascal Leuchtmann (SP) im Gespräch mit dem neuen Dietiker Stadtrat Lucas Neff (Grüne).
Präsidium an der Limmat mal vier: der Dietiker Stadtpräsident Roger Bachmann (SVP), die Oetwiler Gemeindepräsidentin Rahel von Planta (FDP), der Geroldswiler Gemeindepräsident Michael Deplazes (parteilos) und der Oberengstringer Gemeindepräsident und Kantonsrat André Bender (SVP).
Im Einsatz für Dietikon: Stadtrat Rolf Schären (CVP) und Stadtschreiberin Karin Hauser – natürlich mit dem Armbändel fürs Stadtfest Dietikon, das am 31. August startet.
Ohne sie geht nichts in der Exekutive: die Schlieremer Stadtschreiberin Ingrid Hieronymi und der Oetwiler Gemeindeschreiber Pierluigi Chiodini.
FDP-Parteikollegen: der Statthalter und Bezirksratspräsident Simon Hofmann (FDP) und der Dietiker Stadtrat Philipp Müller (FDP).
Gemeinderätin Barbara Puricelli (FDP, Birmensdorf), Regierungsrätin Jacqueline Fehr (SP, Winterthur), Gemeinderätin Gabriela Stampa (parteilos, Birmensdorf), Stadtpräsident Markus Bärtschiger (SP, Schlieren) und Gemeinderätin Susanne Bereuter (parteilos, Uitikon).
Die Geroldswiler Delegation: der neue Gemeindeschreiber Johannes Friess, Gemeinderat Peter Christen (FDP) und Gemeindepräsident Michael Deplazes (parteilos).
Der Birmensdorfer Gemeindeschreiber Andreas Strahm im Gespräch mit den Birmensdorfer Gemeinderätinnen Gabriela Stampa (parteilos, links im Bild) und Annegret Grossen (FDP).
Drei Neue und ein Bisheriger: der Weininger Gemeinderat Heinz Brunner (Forum), die Weininger Schulpräsidentin Brigitte Schai (SVP), der Oberengstringer Gemeinderat Andreas Leupi (SVP) und der Aescher Gemeinde- und Kantonsrat Diego Bonato (SVP).
Angeregte Gespräche: die Weininger Schulpräsidentin Brigitte Schai (SVP, links im Bild) und der Weininger Gemeindepräsident Mario Okle (parteilos, rechts im Bild) im Gespräch mit dem Oberengstringer Gemeinderat René Beck (CVP).
Das CVP-Duo aus den beiden kleineren Gemeinden: Janine Vannaz (CVP, Aesch) und Thomas Bernegger (CVP, Oetwil).
Gabriela Stampa (parteilos, Birmensdorf), Susanne Bereuter (parteilos, Uitikon) und Annegret Grossen (FDP, Birmensdorf).
Nachbarn: GLP-Stadtrat Andreas Kriesi aus Schlieren und SVP-Gemeinderat Markus Stähli aus Uitikon.
Aus Aesch, der kleinsten Limmattaler Gemeinde, kam eine besonders grosse Delegation: Gemeindepräsident Johann Jahn (Forum), Gemeinderätin Janine Vannaz (CVP), Gemeindeschreiberin Suzana Sturzenegger, Gemeinde- und Kantonsrat Diego Bonato (SVP) und Gemeinderat Max Holliger (FDP).
Birmensdorfer Trio: Gemeinderat Paul Gähler (CVP), Gemeindepräsident Bruno Knecht (parteilos) und Gemeindeschreiber Andreas Strahm.
Drei Geroldswiler, ein Urdorfer: der neue Gemeindeschreiber Johannes Friess, Gemeinderat Peter Christen (FDP), Gemeindepräsident Michael Deplazes (parteilos) und Gemeinderat Adrian Stutz (SVP).
Der Name ihrer beiden Parteien vereint sie: der Aescher Gemeindepräsident Johann Jahn (Forum Aesch) und der Oberengstringer Gemeinderat Kurt Leuch (Forum Engstringen).
Der Kanton kam mit einigen Vertretern: Simon Hofmann (Statthalter und Bezirksratspräsident Bezirk Dietikon, FDP, links im Bild), Jürg Brändli (Ersatz-Bezirksrat, CVP), Claire-Lise Rüst (Ersatz-Bezirksrätin, Grüne), Arthur Helbling (Leiter des Gemeindeamts), Justizdirektorin Jacqueline Fehr, Karin Mele (Bereichsleiterin Logistik, Finanzen und Controlling beim kantonalen Gemeindeamt), Sabine Betschart (stv. Chefin Kommunikation der Justizdirektion) und Markus Wagner (Mitarbeiter der Abteilung Gemeindefinanzen des kantonalen Gemeindeamts).
Gemeinderat Markus Hoppler (CVP, Uitikon), Ersatz-Bezirksrat Jürg Brändli (CVP) und Statthalter und Bezirksratspräsident Simon Hofmann (FDP).
Die Oberengstringer Schulpräsident Elsbeth von Atzigen (parteilos) und die Birmensdorfer Gemeinderätin Annegret Grossen (FDP).
Auch drei neue Stadträte und die Ersatz-Bezirksrätin kamen hinauf in die Tropen von Uitikon: Lucas Neff (Grüne, Dietikon), Pascal Leuchtmann (SP, Schlieren), Claire-Lise Rüst (Grüne, Schlieren) und Reto Siegrist (CVP, Dietikon).
Der Geroldswiler Gemeindeschreiber Johannes Friess, der Urdorfer Gemeinderat Adrian Stutz (SVP), Markus Wagner (Mitarbeiter Abteilung Gemeindefinanzen beim kantonalen Gemeindeamt) und der Geroldswiler Gemeinderat Peter Christen (FDP).
Zwei Parteikollegen aus den beiden kleineren Gemeinden: Matthias Zehnder (FDP, Oetwil) und Max Holliger (FDP, Aesch).
Auf eine gute Zusammenarbeit der beiden Nachbarn: der Uitiker Gemeindepräsident Chris Linder (FDP), der Schlieremer Stadtrat Stefano Kunz (CVP) und der Uitiker Gemeinderat Daniel Schwendimann (FDP).
Der Oberengstringer Gemeinderat René Beck (CVP) und der neue Unterengstringer Gemeinderat Urs Muntwyler (FDP).
Chris Linder hielt eine vierminütige Rede. Er bedankte sich bei der Regierungsrätin für den Anlass, den man sehr schätze.
Legislaturstart-Feier in Uitikon 13.06.2018
Der Schlieremer Stadtrat Stefano Kunz (CVP) und Ersatz-Bezirksrat Jürg Brändli (CVP) lauschen gespannt Fehrs Worten.
Konzentrierte Zuhörer: der Oberengstringer Gemeinderat René Beck (CVP), der Dietiker Stadtrat Rolf Schären (CVP) und der Schlieremer Stadtpräsident Markus Bärtschiger (SP).
Fehr sagte, sie sei sehr gerne auf ihrer Tournee, die insgesamt elf solche Legislaturstart-Feiern mit sich bringt.
Denn die Legislaturstart-Feiern hätten den erwünschten Effekt ...
... und vereinfachen die Zusammenarbeit. In diesem Sinne bot Fehr auch allen Behördenmitgliedern das Duzis an.
Für den Uitiker Gemeindepräsident Chris Linder (FDP) nahm Jacqueline Fehr zudem einen Schoggi-Leu mit.
Die Regierungsrätin bedankte sich auch dafür, dass sich die Behördenmitglieder für das Gemeinwesen einsetzen.
Justizdirektorin Jacqueline Fehr nahm auch Musik mit: Das Zürcher Blech-Trio spielte unter anderem den Sechseläuten-Marsch.
«Auch dass Fehr Wahlkampf auf Kosten des Steuerzahlers betreiben würde, war im Vorfeld zu hören. Ich finde den Anlass aber schön, denn es ist gut, wenn sich Exekutivpolitiker des Bezirks untereinander kennenlernen», sagte der Oberengstringer Gemeindepräsident und Kantonsrat André Bender (SVP).
Auch der Geroldswiler Gemeindepräsident Michael Deplazes (parteilos) sah den Abend positiv: «Die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden und dem Kanton läuft immer besser, wenn man miteinander spricht. An Abenden wie diesen kommt man miteinander ins Gespräch.»
Der Dietiker Stadtpräsident Roger Bachmann fand den Anlass interessant, da man sich im informellen Rahmen von einer anderen Seite kennenlerne. «Viele sagen, das Milizsystem sei ein Auslaufmodell. Heute Abend sieht man, dass dem nicht so ist», sagte Bachmann.

Der Aescher Gemeindepräsident Johann Jahn (Forum) im Gespräch mit Regierungsrätin Jacqueline Fehr (SP).

Fabio Baranzini

Das Blasmusik-Trio verstummt. Jacqueline Fehr tritt aufs Rednerpodest. Der Blick der SP-Regierungsrätin schweift über das blau-weisse Blumengesteck, hin zu den 50 Limmattaler Amtspersonen, die sich im Giardino Verde in Uitikon versammelt haben. Darunter auch Statthalter Simon Hofmann (FDP). Das Limmattal kam am Mittwochabend als vierter von elf Bezirken in den Genuss einer Legislaturstart-Feier, wie Fehr sie jetzt neu eingeführt hat.

«Kommen Sie etwas näher. Fremdeln müssen wir ja nicht», sagt die Justizdirektorin. Wenige Sätze und nur eine Minute später ist Chris Linder (FDP) an der Reihe, der Gemeindepräsident von Uitikon. Fehr leitet zu ihm über. Kurzes Innehalten. «Üdike? Sage ichs richtig?», fragt die Magistratin aus Winterthur zaghaft.

«Vielen Dank an Frau Regierungsrätin Fehr für diesen Anlass. Wir schätzen das sehr und sind alle sehr gerne gekommen», sagt Linder. Besonders freut es ihn, dass der Anlass in Uitikon stattfindet. «Zusammenarbeit gelingt am besten, wenn man sich kennt», zitiert Linder aus dem Einladungsschreiben, das die Behörden im Mai erhalten hatten. «Eine sehr schöne Formulierung», sagt er. Die Zusammenarbeit mit dem Kanton sei gut bis sehr gut, auch wenn es hin und wieder längere, härtere Diskussionen gebe. Wichtig sei, diese sachlich und auf Augenhöhe zu führen, so Linder.

«Ich habe Ihnen etwas mitgebracht», sagte Fehr nach Linders vierminütiger Rede. Ein Schoggi-Leu, «hergestellt in der Justizvollzugsanstalt Pöschwies, von den Häftlingen, die nicht geflüchtet sind». So brachte Fehr die Halle ein erstes Mal richtig zum Lachen.

Der Effekt und die Kosten

«Ich bin sehr gerne auf dieser Tournee», setzte Fehr dann zu ihrer Rede an. Die Feiern hätten den erwünschten Effekt, sagte Fehr: «Sie legen die Grundlage dafür, dass die Zusammenarbeit vereinfacht wird. Ich würde Ihnen heute Abend gerne das Duzis anbieten.»

Fehr bedankte sich bei ihren Zuhörern dafür, dass sie sich fürs Gemeinwesen zur Verfügung stellen; im Kanton gibt es 1000 Exekutivmitglieder, im Limmattal 73 (ohne Schulgemeinden). «Ihnen im Bezirk Dietikon möchte ich ganz speziell für die Behördenarbeit danken, in diesem schwierigen Umfeld, in dem Sie die Bevölkerung immer wieder vom Wandel überzeugen müssen und in dem Sie dafür sorgen, dass die Vorteile des Wachstums auch dem Bezirk zugutekommen und nicht nur dem Kanton.»

Nach 25 Minuten war die Rede zu Ende. Etwas zu lang, war danach zwar beim Apéro zu hören, aber Fehr habe ihre Sache richtig gut gemacht. So gut, dass eine Wiederholung im nächsten Jahr gewünscht wird. So hält also Chris Linder den Abend nicht als Einziger in süsser Erinnerung.

Der Vollständigkeit halber noch zu den Kosten des Abends: Es waren 6000 Franken, wie die Justizdirektion gestern auf Anfrage sagte. Das Investitionsergebnis zeigt sich bis 2022, dann endet die Legislatur.