Birmensdorf / Aesch

Ja zum 1,2-Millionen-Kredit: Die Schulhaus-Sanierung rückt näher

Muss saniert werden: Das Schulgebäude Brüelmatt in Birmensdorf.

Muss saniert werden: Das Schulgebäude Brüelmatt in Birmensdorf.

Die Oberstufe Birmensdorf-Aesch kann die Planung für die Erneuerung der Schulgebäude Brüelmatt 1 und 2 an die Hand nehmen. In rund einem Jahr sollen dann die Stimmberechtigten beider Gemeinden an der Urne entscheiden, ob sie für die Arbeiten rund 13,5 Millionen ausgeben wollen.

Dass es für Birmensdorf und Aesch mehr Schulraum braucht, weil die Schülerzahlen stetig steigen, war an der Versammlung der Oberstufenschulgemeinde Birmensdorf-Aesch unbestritten. Mit grosser Mehrheit nahmen die 53 anwesenden Stimmberechtigten am Dienstagabend einen Projektierungskredit von 1,16 Millionen Franken für die Sanierung der Schulhäuser Brüelmatt 1 und 2 sowie die Umnutzung der Turnhalle an.

Zu reden gab es dennoch. Nicht über den Kredit selbst, sondern vielmehr über die Unterschutzstellung des Gebäudes Brüelmatt 1 und der alten Turnhalle. «Es ist eine Katastrophe, dass man diese nicht abreissen und neue Schulgebäude erstellen kann», sagte ein Votant. Er fragte, ob sich diese Schutzwürdigkeit nicht aufheben liesse. Die Präsidentin der Sekundarschulpflege, Isabelle Carson (FDP), verneinte und erwiderte: «Durch die Verhandlungen mit der kantonalen Denkmalpflege konnten wir immerhin erreichen, dass nur diese beiden Bauten und nicht das ganze Gelände unter Schutz gestellt wurde.» Dies sei eine unbefriedigende Antwort, meinte der Votant anschliessend.

Auch dass die Sekundarschulpflege bereits im Mai einen Viertel des Kredits bewilligte, wurde thematisiert. Sie machte damals von den während der Coronakrise geltenden ausserordentlichen Kompetenzen Gebrauch. Da die Gemeindeversammlung vom Juni abgesagt werden musste, aber der bei der Brüelmatt-Sanierung bestehende Termindruck kein Zuwarten bis zur September-Versammlung zuliess, sprach sie einen Kreditanteil von 300000 Franken in eigener Notstandsrechtskompetenz. «Welche Vorteile ergaben sich genau dadurch?», wollte ein Votant wissen. «Die Rechnungen für ausgeführte Leistungen und erstellte Gutachten mussten trotz Corona bezahlt werden», erklärte Carson.

Vorlage kommt voraussichtlich in einem Jahr an die Urne

Nach dem Ja der Gemeindeversammlung kann nun weitergeplant werden. Voraussichtlich im Herbst 2021 soll der Baukredit von voraussichtlich 13,5 Millionen Franken an die Urne kommen. Die Sanierung vom Brüelmatt 1 könnte dann Mitte 2022 starten, die Arbeiten am Brüelmatt 2 im Sommer 2023. Für Mitte 2026 ist die Umnutzung der Turnhalle geplant.

Auch den beiden Sachgeschäften der Politischen Gemeinde, der neuen Verordnung über die familienergänzende Kinderbetreuung und der Revision der Verordnung über die Gemeindezuschüsse zur AHV/IV, stimmten die Anwesenden mit grosser Mehrheit zu. Neben dem Wechsel zum Betreuungsgutschein-Modell werden mit der Revision der Kinderbetreuungsverordnung auch die Beiträge an Krippenkosten, die bisher maximal 110 Franken pro Tag betrugen, auf 125 Franken erhöht. Dank der Revision der Verordnung über die Gemeindezuschüsse zur AHV/IV kann die Gemeinde neu auch ausserordentliche Zuschüsse entrichten. Zum Beispiel dann, wenn ein kostspieliger Heimaufenthalt die Alternative zum Verbleib in der eigenen Wohnung ist. Ein Anwesender fragte, wie das Geschlechterverhältnis bei den 34 Birmensdorfer Beziehenden von solchen Zuschüssen sei. Laut Sozialvorsteherin Annegret Grossen (FDP) dürften Frauen in der Mehrzahl sein, da diese statistisch häufiger von Altersarmut betroffen sind.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1