Das veraltete Gemeindekabelnetz wird durch Glasfaser ersetzt. Die Stimmberechtigten von Aesch bewilligten gestern den Kreditantrag von 1,5 Millionen Franken für den Umbau des Kabelnetzes ins Kommunikationsnetz mit Glasfaserkabel mit 455 Ja- zu 115 Nein-Stimmen. Und dies nicht nur für das Neubauquartier Heligenmatt-Feltsch sowie einzelne neue Überbauungen im Dorf, sondern für das gesamte Versorgungsgebiet. Anderes gesagt: Mit Annahme der Vorlage wird nun eine Anschlusspflicht für alle Liegenschaften in der Aescher Bauzone bestehen.

Das neue Netz, welches insgesamt über vier Fasern verfügen wird, soll in Kooperation mit der Swisscom gebaut werden. Diese beteiligt sich zu einem Fünftel an den Kosten, was zirka 310'000 Franken entspricht. Etwa 915'000 Franken sollen durch die Modernisierungs- und Anschlussgebühren der Hauseigentümer zusammen kommen. Der Restbetrag wird von den Netzmietern zu decken sein. Fest steht bisher, dass UPC Vertragspartner bleibt. Allenfalls wird die Gemeinde ihre Fasern zu einem späteren Zeitpunkt an Instakom verpachten, Eigentümer des Netzes bleibt aber die Gemeinde Aesch.

Gemeindepräsident Johann Jahn (Forum Aesch) zeigte sich erfreut über das eindeutige Resultat und die hohe Stimmbeteiligung von fast 60 Prozent. «Die Annahme der Vorlage ist eine Investition in die Zukunft», meint er. Das alte Netz hätte sowieso erneuert werden müssen, man hätte aber nie die gleiche Leistung bekommen wie jetzt mit dem Neuen. Er selbst wohnt im Quartier Heligenmatt-Feltsch und surft bereits über das neue Glasfasernetz. «Scheinbar war es allen Bewohnerinnen und Bewohnern von Aesch klar, dass man diesen Schritt machen muss.»