Dass es die Fachstelle für berufliche und soziale Integration mit Sitz in Schlieren braucht, davon ist Robert Welti, Ressortvorsteher Alter und Soziales der Stadt Schlieren, aber überzeugt. Deshalb beantragt er dem Schlieremer Parlament einen jährlichen Betrag von 35 000 Franken für die Weiterführung des Programms .

Sieben Gemeinden des Bezirks Dietikon führten die Fachstelle im Jahr 2009 ein. Grund war die Anpassung der Skos-Richtlinien, die neu verlangten, dass die berufliche und soziale Integration von Sozialhilfebezügern verbessert wird.

Die Sozialdienste der Trägergemeinden haben seither die Möglichkeit, Klienten an das «check-in» zu überweisen, wo sie eine «professionell abgeklärte Integrationsempfehlung» erhalten, heisst es in der Weisung des Stadtrates. Ziel sei es, die Passgenauigkeit der zu vermittelnden Massnahme zu erhöhen.

Über 100 Qualifizierungs- und Beschäftigungsmassnahmen werden vom «check-in» begleitet und evaluiert. In den vergangenen vier Jahren wurden rund 600 Personen für Abklärungen beim «check-in» angemeldet. 800 Massnahmen wurden empfohlen.

Statistik zeigt Erfolg

Obwohl auf operativer Ebene verschiedene kleinere Anpassungen notwendig seien, habe sich das Konzept bewährt, wie sich bei der Auswertung in diesem Frühling gezeigt habe, so der Stadtrat. Trotzdem habe Dietikon entschieden, «sich möglicherweise nicht mehr an der Fachstelle zu beteiligen», um die Ressourcen für das «check-in» in der eigenen Sozialabteilung zu verwenden.

Die Sozialvorstände der restlichen Gemeinden hielten in einer Absichtserklärung fest, das Projekt weiterführen zu wollen (siehe Box). Man sei daran interessiert, auch andere Gemeinden in das Konzept einzubeziehen, da die Anmeldegebühren pro Klient sinken, je mehr Gemeinden beim Programm mitmachen.

Von den 169 Kontingenzplätzen wurden bisher 108 via Absichtserklärung von den beteiligten Gemeinden angemeldet. Die jährlichen Kosten von insgesamt rund 210 000 Franken werden einerseits via Verteilungsschlüssel von den Gemeinden finanziert. Als Grundbetrag werden zwei Franken pro Einwohner der teilnehmenden Gemeinden für das Projekt verwendet. So kommen rund 86 000 Franken zusammen.

Die fehlenden knapp 124 000 Franken sollen mit einem Betrag von 1 150 Franken pro Klient beglichen werden. Dieser wird den Sozialhilfekosten über individuelle Sozialhilfebehördenentscheide belastet.