Windkraft
Initianten des Heitersberg-Windrades spüren plötzlich wieder Rückenwind

Ein Unternehmen plant auf dem Heitersberg mit einer Windkraftanlage Strom zu produzieren. Seit einem Grossratsentscheid hat der Wind gedreht und weht nun für die Windkraftbefürworter.

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Das geplante Windrad auf dem Heitersberg

Das geplante Windrad auf dem Heitersberg

Limmattaler Zeitung

«Mit dem Entscheid des Grossen Rates hat sich unsere Lage verbessert», kommentiert Theresia Meier, Geschäftsführerin der Mittelland Windenergie GmbH, den Entscheid des Grossen Rates zur Windenergie (az Limmattaler Zeitung, 21. September).

Das Unternehmen plant auf dem Heitersberg, oberhalb von Remetschwil, eine Windenergieanlage aufzustellen. Grundsätzlich standen den Initianten zwei Wege offen, um eine Baubewilligung zu erhalten. Entweder über eine Änderung des kommunalen Zonenplanes oder über den Artikel 24 des eidgenössischen Raumplanungsgesetzes. Nach dem Entscheid des Grossen Rates, auf eine minimale Windgeschwindigkeit im Richtplan zu verzichten, steht bei den Initianten der Weg via Umzonung im Vordergrund: «Auch wenn er aufwändiger und kostspieliger wäre.»

Doch vorerst wollen sie den Entscheid des Gemeinderates genau analysieren. Dieser hat der Mittelland Windenergie GmbH eine Baubewilligung verweigert (az, 20. September). Dabei stützte er sich auf die geltende Zonenordnung. Meier ist enttäuscht, dass sich die Gemeinde nicht auch zu technischen Aspekten geäussert hat. «Damit fehlt uns die Planungssicherheit.» Das bremse eine sachliche Diskussion aufgrund überprüfbarer Werte mit der Bevölkerung. (dm)