Dietikon

In zwei Tagen landen Aliens in Dietikon

Eine Gruppe der Schuleinheit Wolfsmatt läuft als Aliens mit.

Eine Gruppe der Schuleinheit Wolfsmatt läuft als Aliens mit.

Am Samstag ist es soweit: Der Bezirkshauptort wird mit dem grossen Kinderumzug und dem Hudi-Ball zur Fasnachtshochburg.

Am Samstagnachmittag gehört die Stadt Dietikon den Kindern. Der 43. Fasnachtsumzug steht vor der Tür. Die Guggi-Häxe werden die Parade pünktlich um 14.44 Uhr beim Zelgliplatz eröffnen. Dicht gefolgt von der Schar «Die luschtigen Dietiker», die mit ihren Masken immer ein breites Grinsen aufsetzen. Gemeinsam bilden sie das Organisationskomitee. Es braucht viele Sitzungen und rund fünfzig Personen, die bereits im Vorfeld helfen, damit der Grossanlass erfolgreich über die Bühne geht.
Insgesamt 820 Kinder aus den fünf Dietiker Schuleinheiten machen mit. Entsprechend sind 42 Gruppen mit Kindern von der Kindergartenstufe bis hin zur sechsten Klasse unterwegs. Dazu gesellen sich zum ersten Mal drei Kindergartenklassen aus der Fahrweid. Weiter laufen sieben Guggenmusikformationen und mehrere Wagengruppen mit. Der Umzug führt über die Oberdorf- und Steinmürlistrasse bis zum Parkplatz Badstrasse. «Es steckt ein sehr grosser Aufwand dahinter, aber die Kinder freuen sich», sagt Sibylle Wettstein. «Und ich habe ihnen gestern bei der Hauptprobe der Kostüme als Scherz ein Krankheitsverbot per sofort erteilt.» Wettstein übernimmt seit über zwanzig Jahren die Koordination zwischen den Schulen, der Stadt und dem OK. Gerade für jene Kinder, die das erste Mal teilnehmen, sei es spannend, so viele Menschen am Strassenrand zu sehen und auf den Strassen gehen zu dürfen, sagt sie. Am Samstag seien die Kleinsten dann ziemlich erschöpft.

«Der Gestaltungsmarathon startet bereits am Freitag»

Aber die Dietiker Fasnacht wäre nicht närrisch genug, wenn es nicht mit der Konfettischlacht und dem Hudi-Ball in der Stadthalle weitergehen würde. Das Motto 2020 lautet Märli-Nacht. Übernommen wird die Dekoration von Charlotte Kuhny und Geri Wagner. «Der Gestaltungsmarathon startet für uns bereits am Freitag. Dann beginnen wir mit der Arbeit, die bis Mitternacht andauert und am Samstagmorgen fortgesetzt wird. Es geht non-stop bis Sonntag weiter. Am frühen Morgen geben wir die Halle dann wieder so ab, als sei nichts gewesen», erzählt Kuhny. Sie könne nach dem Anlass gut eine Woche Erholung brauchen, sagt sie und lacht. Sie wisse aber, dass alle im Team ihr Bestes für die Freude der Kinder und für Dietikon geben würden.
Was sich das OK-Team noch wünscht, sei, dass der anschliessende Hudi-Ball mehr Leute anziehen würde, die noch bis in die Nacht feiern. «Es gibt Abendunterhaltung mit Livemusik, eine gute Bar und einen DJ», so Kuhny. Neu sei in diesem Jahr, dass man sich bereits am Nachmittag von der turbulenten Kinderfasnacht verabschieden könne: «Die Bierschwämmi-Bar im Untergeschoss lädt zum Verweilen ein.» Eine andere Möglichkeit bietet sich wenige Meter vor der Stadthalle an: Die Gruppe Brothers in Black, kurz «BiB’s», laden dort zum 20-Jahr-Jubiläum der Strohbar ein.
Neben Charlotte Kuhny engagiert sich auch Bruno Kuhny, ihr Mann, in der Wirtschaft und Küche. Sie sind Gründungsmitglieder der Guggi-Häxe. Zudem ist Charlotte Kuhny die Schwester von Pius Baggenstos, der in diesem Jahr sein Amt als OK-Präsident abgab. Für ihn sprang seine Nichte und Tochter der Kuhnys, Stephanie Kuhny, ein. Sie habe den Anlass schon als Kind in der Schulzeit miterlebt. «Es musste alles sehr schnell gehen und ich habe den Posten gerne übernommen. Es war mir wichtig, dass es professionell weitergehen konnte», sagt sie. Als Fasnachtsbegeisterte kann sie heute gleich noch ihren 27. Geburtstag feiern.

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Autor

Cynthia Mira

Cynthia Mira

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