Tischtennis Urdorf

In vier Minuten zum Sieg gespielt: Plauschurnier für Gross und Klein

Der Tischtennisclub Urdorf lud zum dritten Mal zum Plauschturnier. Es gab das Startgeld des Gegners zu gewinnen.

Den hellen Klang, wenn der kleine weisse Ball auf dem Tisch aufschlägt, gab es am Samstag in der Zentrumshalle Urdorf in zwanzigfacher Ausführung zu hören. Der Tischtennis-Club Urdorf hatte zum dritten Mal zum Plauschturnier geladen. Ins Leben gerufen hat diesen Anlass OK-Präsident Severin Durrer. Er selbst verfiel dem Sport bereits als kleiner Junge. Viele Jahre trainierte er im Tischtennis-
Club Dietikon-Weiningen, bevor er nach einer Pause in Urdorf wieder einstieg. Sein Vater gehörte zum Gründungsteam des TTC Urdorf, erzählt er. «Ich bekam viele Anfragen aus meinem Umfeld, die einfach so mal spielen wollten, aber das ist gar nicht so einfach, wenn man nicht in ein Training will. Und weil morgen die Meisterschaft durchgeführt wird, stehen die Tische ja sowieso schon», erklärte er während des Plauschturniers.

Für nur fünf Franken konnte man mitspielen. Der Anlass wird immer beliebter. Nachdem es letztes Jahr 28 Anmeldungen waren, ging es diesmal mit 40 Personen bei 20 Tischen perfekt auf. Freude am Spiel hatten die vielen Kinder genauso wie die Erwachsenen. Ein Spiel dauerte jeweils vier Minuten. Diese entschieden über Sieg oder Niederlage und Auf- oder Abstieg zum Tisch danach oder davor. Danach wartete ein neuer Gegner an einem anderen Tisch. Von dieser Tatsache überrascht wurden Mario Pergar und sein Sohn David aus Schlieren. «Wir dachten eigentlich, dass wir nur gegeneinander spielen werden», sagte der Vater. Er selbst blieb während des Turniers so gut wie immer beim gleichen Tisch stehen, weil er abstieg, um im nächsten Match wieder aufzusteigen. Auf der Tribüne sassen Mutter und Schwester. Sie schauten den beiden zu. Das machen sie gelegentlich auch zu Hause, wenn der Esstisch kurzerhand in einen Tischtennistisch umgewandelt wird. «Ich habe viele Sportarten ausprobiert und Tischtennis hat mir am besten gefallen», sagt der zwölfjährige David. Er spiele seit einem Monat beim TTC Urdorf.

Die Männer waren deutlich in der Überzahl

Durrers erste Frage, wer ein guter Spieler sei, stiess in der Halle auf taube Ohren. So wurde das Turnier erst ausgeglichener, je später der Nachmittag wurde, da die Fortgeschrittenen dann gegeneinander spielten. Die letzte Runde wurde ohne Zeitlimit wie ein offizieller Match gespielt: maximal fünf Sätze à elf Punkte. Die Sieger dieser Runde erhielten das Startgeld des Gegners.
Mit nur vier Frauen waren vor allem Männer am Start. Das sei beim Tischtennis normal, erklärte Hansjörg Scherrer. Seine Augen leuchten, wenn er vom Tischtennis spricht. «Ich bin seit über 50 Jahren im Urdorfer Club.» Frauen seien willkommen, aber auch im Verein in der Unterzahl.
Am Sonntag spielten die lizenzierten Profis. Total 108 Personen starteten dann
am 52. Limmattaler Tischtennisturnier.

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