In Unterengstringen sind für nächstes Jahr keine Steuererhöhungen geplant. Sowohl die politische Gemeinde als auch die Primarschulgemeinde wollen ihre Steuerfüsse bei 46 Prozent beziehungsweise 30 Prozent belassen. Das geht aus den beiden Budgets hervor, über die an der Gemeindeversammlung vom 4. Dezember befunden wird.

In beiden Voranschlägen ist ein Defizit ausgewiesen. Die politische Gemeinde rechnet mit einem Aufwandüberschuss von rund 341 000 Franken, die Schulgemeinde mit einem Verlust von knapp 551 000 Franken.

Steuereinnahmen steigen an

Im Vergleich zum Vorjahr weist das Budget der politischen Gemeinde in verschiedenen Punkten einen Mehraufwand aus. So sind unter anderem die Ausgaben bei der Kulturförderung 102 000 Franken höher als im Budget 2013. Dies liegt unter anderem an einer einmaligen Defizitgarantie von 70 000 Franken für das Dorffest im nächsten Jahr. Der Mehraufwand beim Posten Pflegefinanzierung stationär sei unter anderem auf den Anstieg der Anzahl Personen in stationären Einrichtungen zurückzuführen, schreibt der Gemeinderat .

Ebenfalls angestiegen ist der Aufwand bei den Zusatzleistungen zu AHV/IV. Wie der Gemeinderat schreibt, hätten die Fallzahlen wie schon im Vorjahr stark zugenommen. Mehreinnahmen von 513 200 Franken gegenüber dem Budget 2013 veranschlagt der Gemeinderat bei den Steuern. So ist bei den Grundstückgewinnsteuern ein Mehrertrag von 200 000 Franken und bei den ordentlichen Steuern eine Zunahme von 184 000 Franken veranschlagt.

Die Nettoinvestitionen im Verwaltungsvermögen belaufen sich auf rund 2,1 Millionen Franken. Davon sind 769 000 Franken für die weiteren Planungen des neuen Gemeindehauses veranschlagt. Weitere 850 000 Franken sind für den Ersatz von Wasserleitungen vorgesehen.

Bei der Primarschulgemeinde ist besonders beim Posten Primarschule ein Mehraufwand gegenüber dem Budget 2013 veranschlagt. Ein Mehrertrag gegenüber dem Vorjahr ist wie bei der politischen Gemeinde bei den Steuern ausgewiesen. Die Nettoinvestitionen im Verwaltungsvermögen liegen bei 485 000 Franken. Davon sind 350 000 Franken für feuerpolizeiliche Massnahmen im Schulhaus Büel B vorgesehen.