Uitikon
In Uitikon wird das Schulhaus zur Festhütte umgemodelt

Zwei Schüler der 3. Sek organisieren heute Abend als Abschlussprojektarbeit ein Schulfest. Für dieses benötigten sie Ausdauer und Geduld, denn eine Fest-Organisation beinhaltet so einiges.

Katja Landolt
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Die beiden Gastgeber von heute Abend: Zammim Ayubi (links) und Sascha Gut

Die beiden Gastgeber von heute Abend: Zammim Ayubi (links) und Sascha Gut

Katja Landolt

Wie zeichnet man Curryreis? Oder Pouletspiesse? Die Mädchen der 3. Sek sind leicht ratlos. Während ihre Klassenkameraden auf dem Pausenplatz des Schulhauses Schwerzgrueb mit Zeltstangen hantieren, malen sie die Plakate für die Essensstände und anderen Attraktionen. Alle zusammen packen sie für ihre beiden Mitschüler Sascha Gut und Zammim Ayubi an - die beiden 15-Jährigen, die als Abschlussprojektarbeit das grosse Schulfest organisiert haben, das heute Abend steigt.

«Wir wollten etwas Anspruchsvolles machen», sagt Sascha zur Wahl ihres Projektthemas. Die Idee hatte aber ihre Klassenlehrerin Amanda Bächli. «Ein Schulfest war sowieso geplant», sagt sie. «Warum sollte man die Organisation also nicht gleich zur Projektarbeit machen?»

Das benotete Fest

Als Abschlussprojektarbeit wird die Fest-Organisation benotet. Bekommen sie Abzug, je nach dem wie viele Gäste zum Fest kommen? Zammim lacht und schüttelt den Kopf. «Das Gesamtpaket zählt.» Also das Konzept, die Umsetzung, die Dokumentation und die Präsentation, die sie heute Nachmittag bei der Abschlussfeier halten.

Als Ziel haben sich die beiden drei Punkte gesetzt: Ein Schulfest zu organisieren, das möglichst vielen Leuten Spass und Freude macht. Ein Schulfest, zu dem die Gäste zahlreich erscheinen. Und ein Schulfest, das so gut organisiert ist, dass alles reibungslos über die Bühne geht. Sascha ist bereits ein erprobter Veranstalter: Mit «Saschas Beizli» hat er jeweils am Samstagnachmittag die Uitiker mit Grillwürsten und Getränken versorgt.

Fürs Leben gelernt

Trotzdem hätten sie während der letzten Monaten einige Male zu Beissen gehabt, sagt Fahrlehrerin Karin Mattmann. Die To-do-Liste war lange: Da brauchte es Genehmigungen von der Gemeinde und Zusagen von Sponsoren. Da mussten Festbänke, eine Hüpfburg und Stände für das Essen und das Kinderschminken organisiert werden. Für die musikalische Unterhaltung wurden DJs - alles ehemalige Schüler - verpflichtet und eine anständige Musikanlage aufgetrieben. Und natürlich brauchte es Werbung, damit die Gäste überhaupt kommen.

Ganz ohne Hilfe der Erwachsenen ging es dann doch nicht. Ihre Lehrerinnen hätten ihnen ab und zu unter die Arme greifen müssen, damit alles rechtzeitig klappte, sagt Sascha. Eines jedenfalls hätten sie als Festveranstalter fürs Leben gelernt: Nur, weil man von Partnern oder Behörden nichts mehr hört, seien die Sachen nicht erledigt. «Man sollte immer überall nachfragen, bis alles Schwarz auf Weiss bestätigt ist», sagt Karin Mattmann, und Sascha und Zammim nicken.

«Aufgeregt? Nein, überhaupt nicht»

Noch bleibt allerhand zu tun vor dem Festaufakt - aber nicht nur für das Fest selbst. Die zehnseitige Dokumentation über die Projektarbeit beispielsweise muss heute abgegeben werden, Sascha hat sich dafür noch die Nacht um die Ohren geschlagen. Trotzdem sind die beiden Organisatoren die Ruhe selbst. «Aufgeregt? Nein, überhaupt nicht. Wir freuen uns», sagt Sascha.

Schulfest Schwerzgrueb heute Freitagabend, ab 17 Uhr, auf dem Gelände des Schulhauses Schwerzgrueb. Infos auf www.schule-uitikon.ch