Uitikon
In Uitikon werden bald neue Ruhebänke für Gehbehinderte errichtet

Die Gemeindeversammlung genehmigt neben den Rechnungen von politischer und Schulgemeinde auch Ausgaben für Einwohnerprojekte. Chris Linder, Finanzvorstand der Schulgemeinde, warnte davor, wegen des guten Jahresabschlusses in Euphorie zu verfallen.

Florian Niedermann
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Grosse Einigkeit herrschte gestern an der Gemeindeversammlung im Üdiker-Huus. (Fuo)

Grosse Einigkeit herrschte gestern an der Gemeindeversammlung im Üdiker-Huus. (Fuo)

Das war ein klares Votum: Ohne eine einzige Gegenstimme genehmigten die Stimmberechtigten an der Uitiker Gemeindeversammlung am Mittwochabend die Jahresrechnungen der politischen und der Schulgemeinde. Kein Wunder: Beide Rechnungen schlossen mit einem Ergebnis ab, das weit über den ohnehin nicht schlechten Erwartungen lag.

Bei der politischen Gemeinde war ursprünglich ein Aufwandüberschuss von knapp einer halben Million budgetiert worden, am Ende stand unter der Rechnung aber ein Plus von über 1,1 Millionen Franken. Einem Ertrag von 33,4 Millionen standen Ausgaben von knapp 33,3 Millionen gegenüber. Die politische Gemeinde begründet das bessere Ergebnis vor allem mit Steuererträgen aus den Vorjahren, die höher ausgefallen sind als erwartet. «Damit konnten auch die Erträge ordentlicher Steuern und der Grundsteuern, die weit unter dem budgetierten Wert lagen, kompensiert werden», erklärte Finanzvorstand Markus Hoppler.

Während bei der Alterspflege wesentlich höhere Kosten angefallen sind als budgetiert, fielen die Ausgaben für die soziale Wohlfahrt tiefer aus. Dazu kamen Entlastungen beim Unterhalt von Tiefbauten und gemeindeeigenen Liegenschaften. Das Eigenkapital der Gemeinde Uitikon erhöhte sich so per Ende 2014 auf 31,4 Millionen Franken.

Neue Bänke und «Gipfeltreffen»

Weiter unterbreitete Gemeindepräsident Victor Gähwiler den Anwesenden zwei Einwohnerprojekte. Dabei handelt es sich um befristete Vorhaben, mit denen die Lebensqualität in der Gemeinde gesteigert werden soll. Vorgeschlagen wurde zum einen ein Projekt, bei dem für 15'000 Franken an verschiedenen, gut zugänglichen Standorten in der Gemeinde Ruhebänke für Spaziergänger mit Gehbehinderung eingerichtet werden sollen. Zum andern schlugen zwei Einwohnerinnen vor, für 17'550 Franken ein «Gipfeltreffen Uitikon» zu schaffen. Dieses Angebot soll betagten oder auch leicht dementen Menschen und deren Angehörigen zugute kommen. Das Projekt soll, wie Gähwiler erklärte, für ein Jahr als Pilotprojekt lanicert werden. «Wenn es einen erkennbaren Nutzen bringt, so werden wir ein solches Gipfeltreffen auch mit ordentlichen Mitteln weiterführen», sagte er. Die beiden Einwohnerprojekte genehmigten die 70 anwesenden Stimmberechtigten zusammen mit der Jahresrechnung 2014 und vier Kreditabrechnungen einstimmig.

Im weiteren Verlauf der Gemeindeversammlung der politischen Gemeinde genehmigten die Stimmberechtigten auch einen Kreditantrag der politischen Gemeinde in der Höhe von 400'000 Franken für den Umbau des Wasserreservoirs Chapf in ein Quellwasserpumpwerk ebenfalls ohne Gegenstimme. Und schliesslich besetzten sie auch vier Vakanzen im Wahlbüro, die sich wegen Wegzügen ergeben hatten. Gewählt wurden die vom Gemeinderat vorgeschlagenen Paul Gross, Anita Haid Chaignat, Simon Martin und Roberta Steffen.

Auch Schule präsentiert guten Jahresabschluss

Bei der Schule resultiert statt einem Plus von rund 115'000 Franken ein Ertragsüberschuss von knapp 1,3 Millionen. Höhere Steuererträge aus den Vorjahren gaben auch hier den Ausschlag für das Ergebnis, das massiv über Budget lag. Zudem wirkten sich deutlich tiefere passive Steuerausscheidungen positiv auf das Ergebnis aus. Einem Gesamtaufwand von 14,4 Millionen standen hier Erträge von 15,7 Millionen gegenüber. Das Eigenkapital erhöhte sich um den Ertragsüberschuss auf 8,3 Millionen.

Allerdings mahnte Finanzvorstand Chris Linder die Anwesenden, wegen des positiven Jahresabschlusses nicht in Euphorie zu verfallen: «Die Entwicklungen des laufenden Jahres deuten darauf hin, dass wir beim Jahresabschluss 2015 mit einem Ergebnis rechnen müssen, das deutlich anders ausfällt.» Die 73 Stimmberechtigten genehmigten die Rechnung 2014 dennoch diskussionslos und einstimmig.