Die strahlenden Gesichter alleine sprechen Bände. Man bekommt schliesslich nicht jeden Tag die Gelegenheit, in einem Lotus durch die Gegend zu sausen, das wissen auch die Schülerinnen und Schüler der Heilpädagogischen Schule Limmattal (HPS). Diese liess sich für ihren alljährlichen Spieltag heuer etwas besonders Sportliches einfallen.

Lotus-Tag an der Heilpädagogischen Schule Limmattal in Dietikon:

Lotus-Tag an der Heilpädagogischen Schule Limmattal in Dietikon:

Doch nicht nur die Kinder warten an diesem Samstagnachmittag ganz aufgeregt darauf, endlich in einem der englischen Traditionssportwagen Platz zu nehmen. Eigentlich wären nämlich gemütliche Ausfahrten von ungefähr je einer Stunde Dauer geplant gewesen. Doch der Andrang ist so gross, dass die Ausfahrten verkürzt und dafür deren Anzahl erhöht wird. Denn plötzlich wollen alle einmal in einem echten Lotus gesessen haben – nebst den HPS-Schülern selbst wollen nicht nur deren Brüder und Schwestern unbedingt mitfahren, auch die Eltern erkundigten sich, ob sie sich wenigstens einmal in eines der Autos setzen dürfen.

Sportauto überwindet Grenzen

Trotzdem läuft am Ende alles wie am Schnürchen: Die Chauffeure freuen sich über die Begegnungen mit den Kindern und umsorgen sie liebevoll. Diesen wiederum steht die Begeisterung ins Gesicht geschrieben, als sie von den Ausfahrten zurückkehren zu den Kollegen, die schon ungeduldig darauf warten, selbst an die Reihe zu kommen.

Zu verdanken ist all das dem HPS-Sozialpädagogen Eric Noël, der – selbst ein leidenschaftlicher Lotusfahrer – in Bruno Schaffner und Bruno Weibel von der Birmensdorfer «Schaffner-Racing» die perfekten Partner für seine Idee gefunden hatte. Die beiden konnten zehn der wertvollen Sportwagen auftreiben – mitsamt deren Besitzern, die sich auch als Chauffeure anboten. Auch sie tragen ein zufriedenes Lächeln auf den Lippen, als sie sich nach getaner Arbeit im Innenhof versammeln, um eine wohlverdiente Bratwurst zu essen.

Unter den Chauffeuren ist auch Erwin Wyrsch, der Gründer des Schweizer Love Ride, einer jährlich stattfindenden Benefizveranstaltung zugunsten muskelkranker und behinderter Menschen. Auch er konnte mit seinen Erfahrungen zu einer erfolgreichen Umsetzung des Anlasses beisteuern.

Dem Lotus-Fieber verfallen ist auch Schulleiter Ruedi Peter, der sich am Schluss persönlich bei allen Mithelfern bedankt – für einen Anlass, der hoffentlich nicht zum letzten Mal stattfindet, wie sich alle am Tisch einig sind. Die Lotusfans Schaffner und Noël wollen nämlich bald wieder die Köpfe zusammenstecken, um aus dem diesjährigen Anlass einen regelmässig stattfindenden Event zu machen. Einen Lotus Ride gibt es schliesslich noch nicht in der Schweiz.