Schlieren
In Schlieren wird weniger gesprayt und geklebt

In Schlieren gibt es weniger Kleber an Lichtsignalmasten und weniger Sprayereien – das sagt der Schlieremer Stadtrat in einer Antwort auf ein Postulat der CVP

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Limmattaler Zeitung

Das Problem mit Klebern und Versprayungen auf Verkehrssicherheitstafeln oder Ähnlichem hat sich laut dem Stadtrat Schlieren verringert, wie er in seiner Antwort auf ein Postulat schreibt. CVP-Gemeinderat Rolf Wegmüller hatte den Stadtrat im Oktober 2009 aufgefordert, der Entfernung von illegal angebrachten Klebern und Sprayereien mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Dies, da aus seiner Sicht das Problem vor allem durch Kleber von Sportvereinen stark zugenommen habe. Da Kleber oft auf Verkehrssicherheitsschildern vorkämen und die Erkennbarkeit von diesen verschlechtere, sei ein dringender Handlungsbedarf vorhanden, so Wegmüller.

Erst im Nachhinein eruierbar

Ein Stadtrundgang im Dezember 2010 habe nun aber gezeigt, so der Stadtrat in seinen Ausführungen, dass die bis anhin geführte Strategie der Stadt Schlieren, was das Entfernen solcher Verschmutzungen betrifft, überschaubar sei und sich somit keine weiteren Massnahmen aufdrängten.

Anders verhalte es sich mit Sprayereien an Brücken oder Unterführungen, führt der Stadtrat aus. Um eine merkliche Verbesserung der Situation herbeizuführen, müsste ein externes Reinigungsteam angestellt werden, was zu hohen Kosten führen würde. Von diesem Schritt wolle man in Schlieren absehen und die gängige Praxis des Kantons übernehmen, welcher eine Reinigung von verschmierten Unterführungen, sofern diese nicht rassistisch, sexistisch oder ähnlich motiviert sind, im Zuge von natürlich anfallenden Wartungsarbeiten vorsehe.

Man habe, so der Stadtrat, Abklärungen durchgeführt, die unter anderem eine Aufforderung an die Geschäftsstelle des FC Zürich beinhaltete, in Zukunft keine Kleber mehr an die Fans zu verkaufen. Dieser Aufforderung, habe der FC Zürich mitgeteilt, könne nicht entsprochen werden, da die Kleber nicht über offizielle Verkaufswege zu den Fans gelangten, sondern von einzelnen Fanablegern verteilt würden, die nicht eruierbar seien.

Entfernung innert 48 Stunden

Dem Problem könne man sich also nur nachwirkend annehmen, meint der Stadtrat. Speziell beschichtete Verkehrsschilder seien zum Beispiel eine Lösung, würden aber bis zu 100Franken pro Schild an Mehrkosten bedeuten. Die gängige Praxis des kantonalen Tiefbauamtes sei vorzuziehen.

Diese beinhalte das Auswechseln der gesamten Verkehrstafel, die routinemässige Sanierung zum Beispiel von Unterführungen oder dem Entfernen von Schmierereien an städtischen Hochbauten innert 48 Stunden. (dae)