Limmattal
In Oberengstringen ärgern Parkierte Firmenautos die Anwohner

Der Gemeinderat will einen besseren Überblick und behandelt Zweit-Gesuche künftig selbst.

Alex Rudolf
Drucken
Teilen
Zankapfel Parkfeld: Das Gesuch für eine Parkkarte für ein auswärtig immatrikulierte Fahrzeuge kommt nun auf den Tisch des Gemeinderates, wie es in der Präzisierung des Parkregimes vorgesehen ist. Foto: Sandro Zimmerli

Zankapfel Parkfeld: Das Gesuch für eine Parkkarte für ein auswärtig immatrikulierte Fahrzeuge kommt nun auf den Tisch des Gemeinderates, wie es in der Präzisierung des Parkregimes vorgesehen ist. Foto: Sandro Zimmerli

Sandro Zimmerli

In Oberengstringen herrscht alles andere als Parkplatzknappheit. Auf Gemeindegebiet gibt es laut Angaben von Gemeindepräsident André Bender (SVP) rund 420 weisse Parkfelder im Parkkartenregime, seit Mai letzten Jahres verkaufte die Gemeinde nur 280 damals neu eingeführte Parkkarten, die zum uneingeschränkten Parkieren befugen (siehe rechts). Die Exekutive hat nun jedoch eine Präzisierung am neuen Parkregime verabschiedet. Im Fokus dabei steht die Kartenvergabe an auswärtig immatrikulierte Fahrzeuge von Oberengstringer Einwohnern, wie die Exekutive bekannt gab. Mit den besagten Fahrzeugen sind Autos gemeint, die auf ein Unternehmen ausgestellt sind, jedoch von Oberengstringern benutzt und über Nacht mit nach Hause genommen werden und dann die weissen Parkfelder besetzen. Autofahrern wurde bis anhin vom Einwohneramt auf ein begründetes Gesuch hin eine Parkkarte zum Preis von
40 Franken ausgehändigt. Diese Vergabe wird nun bei Firmenautos aber Chefsache und geht künftig über den Tisch der Exekutive.

Exekutive behandelt die Gesuche

Es sei zu einigen Beschwerden gekommen, wegen auswärtigen Fahrzeugen, die nachts die öffentlichen Parkfelder besetzen, wie Bender auf Anfrage sagt. Vornehmlich an der Rebbergstrasse, dem Kirchweg und im Rauchackerquartier regten sich einige Bewohner auf. «Dabei geht es nicht darum, dass es in der Gemeinde zu wenig Parkfelder hat, sondern viel eher darum, dass die Leute ihr Auto direkt auf einem weissen Parkfeld vor ihrem eigenen Haus parkieren wollen», so Bender.

Das erste Gesuch für eine Parkkarte eines Fahrers mit einem auf seinen Arbeitgeber immatrikuliertes Auto wird wie bis anhin von der Einwohnerkontrolle bewilligt. «Jedes weitere Gesuch für auswärtige Fahrzeuge derselben Firma geht künftig jedoch über den Tisch des Gemeinderates», so Bender. Einerseits wolle man so die Übersicht haben, welche Unternehmen wie viele Autos über Nacht auf Oberengstringer Parkfeldern deponieren. «Andererseits können wir mit dem Unternehmen das Gespräch suchen, wenn wir keine Verhältnismässigkeit sehen», so der Gemeindepräsident. Würden etwa zehn Mitarbeiter ihre Fahrzeuge über Nacht in Oberengstringen abstellen, dann stelle sich die Frage, ob Fahrgemeinschaften mehrerer Oberengstringer zum Arbeitsort allenfalls sinnvoller wären, sagt er weiter.

Es geht um 20 bis 30 Fahrzeuge

Die Anzahl dieser Firmenfahrzeuge mit Oberengstringer Parkkarte sei jedoch sehr überschaubar. «Derzeit verfügen rund 20 bis 30 Oberengstringer mit Firmenfahrzeug über eine Parkkarte, nicht Hunderte.» Auf ein Verbot, wie es von einigen Quartierbewohnern gefordert wurde, habe die Exekutive bewusst verzichtet. Denn, so Bender, habe man befürchtet, dass sich dieses Problem im Anschluss auf die Sonnenberg-, Garten- oder Märzenbühlstrasse verlagern würde, da diese in Privatbesitz sind und das Oberengstringer Parkregime auf ihnen keine Gültigkeit hat.