Buchtipp

In «Null Risiko» schmuggeln Rentner Kokain — das Buch der unverdächtigen Verbrecher

«Null Risiko» wurde von einem Anwalt geschrieben: Malaika Santi präsentiert ihren Buchtipp.

«Null Risiko» wurde von einem Anwalt geschrieben: Malaika Santi präsentiert ihren Buchtipp.

Bibliothekarin Malaika Santi gefallen der Wortwitz und der Zürcher Lokalkolorit des Krimis.

Malaika Santi arbeitet seit bald einem Jahr in der Gemeinde- und Schulbibliothek Uitikon. Ihre Leidenschaft ist die Musik und der Tanz, der in einem Weltmeistertitel im Salsa-Mambo- Tanz gipfelte. Das Tessin und die italienische Sprache sind eine weitere Vorliebe von ihr. Aber die Nummer eins in ihrem Leben sind ihre beiden Jungs. Wenn ihr neben Familie und Beruf Zeit bleibt, liest sie Krimis, die sich von anderen abheben.

Malaika, warum hast Du zu diesem Buch gegriffen?

Malaika Santi: Der Titel des ­Buches «Null Risiko» hat für mich bereits einen humorvollen Widerspruch in sich, der mein Interesse geweckt hat. Beim ­Lesen der Buchrückseite hat sich dieser Wortwitz fortgesetzt – ein Totengräber, der Drogenkuriere in einem Altersheim ­rekrutiert. Ein Teil der Handlung spielt in Zürich – so kann ich mir die genannten Orte auch bildlich vor Augen führen. ­Zudem lese ich gerne Bücher von Schweizer Autoren.

Worum geht es im Buch?

Vier holländischen Rentnern bietet sich die Möglichkeit, die Reise ihres Lebens anzutreten, zwei Wochen Gratis-Ferien in der Dominikanischen Republik. Als Gegenleistung müssen sie Kokain aus dem Ferienort nach Zürich schmuggeln. Wegen kleiner Unachtsamkeiten und Zu­fällen kommt aber langsam das Zürcher Betäubungsmittel­dezernat den Akteuren auf die Spur. Das Ermittler-Duo selber ist auch fast eine Geschichte für sich. Am Ende stellt sich die Frage, ob die Entkriminalisierung von Drogen die Problematik allgemein entschärfen würde.

«Null Risiko» wurde von einem Anwalt geschrieben: Malaika Santi präsentiert ihren Buchtipp.

«Null Risiko» wurde von einem Anwalt geschrieben: Malaika Santi präsentiert ihren Buchtipp.

Wem würdest du dieses Buch empfehlen?

Dieses Buch ist geeignet für alle, die mehr als nur einen Krimi wollen, sondern auch noch Lokalkolorit, philosophische Gedanken über Irrungen und Wirrungen von Lebenswegen und geistreichen Wortwitz.

Der Autor M. Holzer hat uns das Buch selbst in die Bibliothek gebracht. Was wissen wir über ihn?

M. Holzer ist ein Pseudonym. Er hatte früher als Anwalt immer wieder mit Drogendelinquenten zu tun. Dies lieferte ihm die Ideen für den vorliegenden Krimi. Um Rückschlüsse auf ehemalige Klienten zu verhindern, griff er zu einem Pseudonym. Er lebt in der Nähe von Uitikon und in Spanien. Jetzt arbeitet er an einem Kinderbuch für seine Enkel und für weitere Projekte lässt er sich vom Leben überraschen.

Ursula Eigenmann ist die Leiterin der Bibliothek Uitikon.

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