Hat sich der riesige Aufwand fürs Fest gelohnt?

Charly Mettier: Alle Beteiligten, nicht nur das Organisationskomitee, waren sich am Sonntagabend einig: Es hat sich unbedingt gelohnt! Auch dieses Mal ist es wieder ein tolles Fest geworden. Sogar das Wetter, was bei Konzerten die halbe Miete ist, hat mitgespielt. Die meiste Zeit war es trocken und nur am Abend wurde es etwas kühl.

Mit welchen Emotionen verlassen Sie das diesjährige Schlierefäscht?

Klar, es geht an die Substanz. Ich habe in vielen Festwirtschaften gesehen, dass gewisse Personen jeden Tag am Fest gearbeitet haben – da ist man nach zehn Tagen schon ausgelaugt. Am Sonntagabend waren wir alle erledigt, aber sehr zufrieden. Zehn Tage festen ist schön und gut, aber einige sind bestimmt auch wieder froh, dass es diese Woche wieder etwas geruhsamer zugeht.

Haben Sie Erfahrungen gesammelt, was man beim nächsten Mal noch besser machen könnte?

Bei jedem Fest gibt es Dinge, die man das nächste Mal besser machen könnte. Wir haben auch nach dem letzten Fest von 2011 versucht, unsere Lehren zu ziehen und dieses Mal umzusetzen. In den zwei kommenden Wochen setzt sich das Kern-OK zusammen und versucht, die verbesserungsfähigen Punkte zu sammeln und aufzubewahren, damit das Wissen in drei Jahren nicht wieder weg ist. Jedes OK-Mitglied ist sicherlich bereits jetzt fleissig am Notieren, was man in seinem Ressort hätte besser machen können. Aber ich muss natürlich sagen, das ist schon eher Feinarbeit. Ohne bluffen zu wollen – es hat dieses Jahr sehr gut funktioniert und wir haben ganz viele Komplimente erhalten.

Der Aufwand für das Fest ist gross: Ist der Vier-Jahre-Rhythmus zu kurz?

Der Stadtrat und das OK haben vor vier Jahren entschieden, dass das Fest alle vier Jahre stattfinden soll – und das ist auch gut so. Ich habe mit vielen Involvierten gesprochen – Festwirtschafter, Vereinsmitglieder, Wirte – und eine grosse Mehrheit findet den Vier-Jahre-Rhythmus gut. Logisch, wenn etwas so schön ist, will man es auch schnell wieder erleben dürfen.

Nach dem Fest ist bekanntlich vor dem Fest.

Für das Kern-OK beginnt die Organisation für das nächste Fest bereits in einem Jahr. Zeitlich ist das Ganze ein riesiger Aufwand. Bald startet der politische Prozess wieder: Stadt- und Gemeinderat müssen entscheiden, ob sie den Beitrag für das nächste Schlierefäscht gutheissen – aber da bin ich sehr zuversichtlich. Wir haben viel positives Echo erhalten von verschiedenen Stadt- und Gemeinderäten.

Wie viel Material wurde für das Fest benötigt?

Der Bauchef ist für die allgemeine Infrastruktur verantwortlich. Was die einzelnen Festwirtschaften angeht, seien es Zelte oder Bauten, ist der jeweilige Wirt oder Verein zuständig. Deshalb hatten wir nie einen kompletten Überblick. Klar ist jedoch, es war gigantisch!

Wie viele Gäste besuchten das Schlierefäscht ungefähr?

Dadurch, dass wir keinen Eintritt verlangt haben, haben wir keine genaue Besucherzahl. In der Planung sind wir von 70 000 bis 100 000 Besuchern ausgegangen. Wir sind davon überzeugt, am oberen Rand gelandet zu sein. Was mich auch besonders freut: Trotz der vielen Besucher war es ein durch und durch friedliches Fest ohne Zwischenfälle. Es war von Anfang bis Ende ein gelungenes Fest.