Dietikon
In der Werkstatt wird es zu eng – «E-Motion E-Bike Welt» zieht in die Silbern

Die bisherigen 600 Quadratmeter reichten nicht mehr aus: Der E-Bike-Händler «E-Motion E-Bike Welt» zieht in grössere Räumlichkeiten.

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Das Geschäft mit E-Bikes boomt. Auch immer mehr junge Leute satteln um.

Das Geschäft mit E-Bikes boomt. Auch immer mehr junge Leute satteln um.

zvg

Die E-Motion E-Bike Welt hat spannende Monate vor sich. Nächsten März wird der Dietiker E-Bike-Händler die Oberdorfstrasse verlassen und ins Industriegebiet Silbern ziehen. Dort hat letzte Woche der Umbau eines Lagerhauses in die neue Geschäftsstätte begonnen. Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, werden die Kundinnen und Kunden dort auf einer Fläche von knapp 900 Quadratmetern die Ausstellung, die Werkstätte und die Büros von E-Motion vorfinden.

Ein solch grossräumiges Gebäude zu finden, sei schwierig gewesen, sagt Daniel Rey, Geschäftsführer von E-Motion. «Über ein Jahr lang war ich auf der Suche nach einem neuen Sitz, lange erfolglos.» So habe auch die Alternative im Raum gestanden, zusätzliche Räume in der Oberdorfstrasse und Umgebung zu belegen, weil die rund 600 Quadratmeter nicht mehr ausreichten. «Vor allem in der Werkstatt wurde es immer enger. Am neuen Sitz wird sie dreimal so gross sein», sagt er.

Für Rey ist der Umzug die logische Konsequenz der Entwicklung der letzten Jahre: «Bei der Gründung 2014 starteten wir mit zwei Mitarbeitenden, heute sind es zwölf. Seit drei Jahren bieten wir zudem ein bis zwei Lehrstellen an.» Mittlerweile hat E-Motion zwölf E-Bike-Marken im Sortiment. Deren Verkäufe hätten sich seit der Gründung verfünffacht, sagt Rey. Auch junge Leute seien mittlerweile auf den Geschmack gekommen. «Das Elektrovelo ist kein Seniorenthema mehr», hält Rey fest. Und was die Freizeit anbelange, so erfreue sich auch das E-Mountainbike immer grösserer Beliebtheit. Gleiches gelte für das Cargo-Bike, das mit Ladeflächen ausgestattet ist. «Dessen Verkauf ging diese Saison durch die Decke», sagt Rey. «Für den Transport von Waren sind sie bestens geeignet. Immer mehr Dienstleistende tätigen damit Lieferungen.» Er sei überzeugt, dass der Trend noch lange anhalten werde.

Lieferengpässe wegen Corona

Deshalb rät Rey, mit dem Kauf nicht zu warten: «Die Produktionskapazitäten diverser Marken sind derzeit ausgeschöpft.» Zudem würden die verschiedenen Einzelteile aus aller Welt geliefert. So sei mit dem Unterbruch von Lieferketten, vor allem während Corona, zu rechnen. «Hersteller haben erlebt, was es heisst, wenn Bestellungen nicht rechtzeitig eintreffen. Seit Corona haben viele von ihnen begonnen, umzudenken.» Auch Rey wünscht sich, dass lokaler produziert werde. Dies sei aber nicht von heute auf morgen realisierbar. Dennoch bleibt er optimistisch für nächste Saison: «Die fertigen Produkte sind schon in den Läden. Sie können vorbestellt werden.»