Dietikon
In der Tierauffangstation finden auch «Ladenhüter» ein Daheim

Peter und Paul, Moni und Alex haben eines gemeinsam: Sie sind Pflegekinder der Tierauffangstation des Vereins Tierschutz Limmattal und warten auf ein neues Zuhause.

Franziska Schädel
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Tierauffangstation Glanzenberg: Zu Besuch bei Hugo und Alex
7 Bilder
Auf Tuchfühlung mit der Geiss Hugo
Heidi Illi, Vorstandsmitglied und Verantwortliche für die Auffangstation
Auch das Outfit durfte dem Anlass angepasst werden
An diesem Tag gibt es für Zwei- und Vierbeiner mehr als genug zu essen
Auch für die älteren Semester gab es allerlei Aktivitäten
Auch kulinarisch wurden die Besucher verwöhnt

Tierauffangstation Glanzenberg: Zu Besuch bei Hugo und Alex

Franziska Schädel

Bei der Station Glanzenberg in Dietikon, idyllisch gelegen zwischen Limmat und SBB-Geleisen, bietet die Auffangstation vor allem herrenlosen oder verwahrlosten Kaninchen und Meerschweinchen vorübergehend eine Bleibe. Am Samstag war Tag der offenen Tür und Gelegenheit, sich zu informieren.
«Wir möchten Mitglieder werben und den Leuten zeigen, dass es uns gibt», sagt Heidi Illi, Vorstandmitglied und Verantwortliche für die Auffangstation. Die Empörung ist ihr im Gesicht geschrieben, wenn sie Bilder von verwahrlosten Kaninchen zeigt und auf einen Käfig deutet, der für die Kaninchenhaltung viel zu klein ist. Eine Auffangstation, so erklärt Heidi Illi, sei aber kein Tierheim: «Unsere Gäste sollen baldmöglichst wieder einen Platz finden.» Vermittelt werden sie oft über Tierarztpraxen. Die neuen Besitzer können das Tier aussuchen. Aber Heidi Illi betont: «Wir schauen genau, wohin unsere Schützlinge kommen und ob der neue Platz auch zu ihnen passt. «Zurzeit warten 12 Kaninchen und 3 Meerschweinchen auf ein neues Zuhause. Die Ziegen und Schafe sind ständige Bewohner. «Wir behalten sie als «Rasenmäher», erklärt Heidi Illi.
Wenig Hoffnung auf ein neues Zuhause haben wohl die Schwestern Streifli und Fleckli, seit 2008 in der Auffangstation. Ihre Namen täuschen: Bei den beiden Bewohnerinnen, die sich auf der sumpfigen Weide wohl fühlen, handelt es sich um zwei ausgewachsene Schweine. «Sie sind unsere Ladenhüter», schmunzelt Heidi Illi.
Der Versuch, neue Mitglieder zu werben, ist erfolgreich. Markus Weber aus Urdorf wollte sich eigentlich nur einmal umschauen. «Ich bin positiv überrascht, wie gepflegt alles ist und wie viele Tiere hier wohnen», erzählt er. Und darum hat er sich spontan entschlossen, Mitglied zu werden. Die Geiss Hugo freuts.