Dietikon

In der Sozialabteilung in Dietikon sind alle unter einem Dach

Seit Ende September befinden sich die verschiedenen Ämter der Sozialabteilung in Dietikon an der Neumattstrasse 7. Ebenfalls in die Räumlichkeiten integriert wurde die Anlaufstelle für Erstbezüger «Intake».

Arbeiter einer Umzugsfirma schleppen schwere Kisten aus dem Stadthaus. Tonnenweise verladen sie die Dokumente in einen Transporter und verfrachten sie an die Neumattstrasse 7. Es ist Zügeltag bei der Sozialabteilung Dietikon. Und die Umzugsfirma arbeitet effektiv. Noch am gleichen Tag können die gut 30 Angestellten ihre Arbeit an neuer Stätte aufnehmen. Am Montag 24. September 2012 ging der Umzug über die Bühne.

Seither haben sich die verschiedenen Ämter der Sozialabteilung gut an ihrem neuen Arbeitsort eingelebt. Ebenfalls in die Räumlichkeiten integriert wurde die Anlaufstelle für Erstbezüger «Intake». Sie war zuvor an der Oberdorfstrasse situiert. Auf zwei Geschosse verteilt stehen der zusammengelegten Sozialabteilung insgesamt 1000 Quadratmeter zur Verfügung. Intake, Sozialberatung, Sozialsekretariat, AHV/IV-Zweigstelle und der Rechtsdienst der Behörde sind nun unter einem Dach vereint.

Mehr Sicherheit für das Personal

Von ihrem neuen Büro sieht die stellvertretende Leiterin der Sozialabteilung Marina Frischknecht an schönen Tagen bis hinauf nach Bergdietikon. Weitere Vorzüge des neuen Standorts seien die hellen Räume, das fabrikneue Mobiliar und die erhöhte Sicherheit der Angestellten, sagt sie; Ohne Mitarbeiter-Badge kommt niemand mehr durch die elektronisch gesicherten Türen. Und nicht zuletzt sei auch die Nähe zum Bahnhof eine zentrale Qualität des neuen Standorts, so Daniel Müller, Leiter der Zentralen Dienste der Stadtverwaltung.

Der Platz im Dietiker Stadthaus sei schon in den Jahren vor dem Umzugsentscheid knapp geworden, erinnert sich Marina Frischknecht. Mit der Bevölkerung der Stadt sei auch die Verwaltung kontinuierlich gewachsen. Spätestens als im vergangenen Jahr bekannt wurde, dass die Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde KESB des Bezirks Dietikon definitiv im Stadthaus untergebracht wird, war klar: Die Ämter der Sozialabteilung müssen ihren Platz im roten Bachsteingebäude räumen.

Grund: Platzmangel im Stadthaus

Die Revision des Kinder- und Erwachsenenschutzrechts im Zivilgesetzbuch verlangt ab dem neuen Jahr professionalisierte Regionalzentren. Sie treten an die Stelle der kommunalen Behördenstellen. Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes am 1. Januar 2013 muss die KESB Dietikon im Stadthaus den Betrieb aufnehmen. Weil der KESB ab Herbst 2012 eine gewisse Vorlaufzeit eingeräumt wurde, drängte der Umzug plötzlich. Der Raum für die neuen Büros musste rasch gefunden werden, was im Gemeinderat für Diskussionen sorgte; Der gedrängte Zeitplan für die Standortsuche liess in den Augen einiger Stadtparlamentarier zu wenig Zeit für die Abwägung verschiedener Möglichkeiten. Schliesslich sprach der Gemeinderat die für den Umzug benötigten Gelder trotzdem – wenn auch unter dem Protest einiger Mitglieder. Er genehmigte neben den jährlichen Mietkosten von 261000 Franken auch einen einmaligen Kredit über 885000 Franken – unter anderem für die neue Möblierung und die Verlegung einer Datenleitung zum Stadthaus.

Den Vorwurf mangelnder Abklärung lässt Daniel Müller indes nicht gelten. Verschiedene Varianten, auch ein Neubau, seien in Betracht gezogen worden. Letztlich aber habe sich die Lösung an der Neumattstrasse als die günstigste erwiesen. Eigentümerin und Vermieterin des Hauses ist die Gebäudeversicherung Zürich GVZ. Sie zeichnete auch für den Innenausbau verantwortlich. Neue Wände wurden hochgezogen, Teppiche verlegt und alles frisch gestrichen. Die Kosten dafür zahlt die Stadtverwaltung über den Mietzins an die GVZ zurück. Die Laufzeit des Mietvertrags beträgt 15 Jahre.

Einziger Wermutstropfen sei laut Marina Frischknecht die räumliche Distanz zu den anderen Behörden der Stadtverwaltung: «Im Stadthaus liefen wir uns oft über den Weg und konnten so unkompliziert Informationen austauschen». Dieser Datenverkehr muss jetzt über Telefon und E-Mail abgewickelt werden.

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