Dietikon

In der Kirche treffen Pop und Klassik aufeinander

Foto: Senada Haralcic

Iris Eggler und Damian Meier geben begleitet vo nihren Kollegen im ersten Teil klassische Stücke zum Besten.

Foto: Senada Haralcic

Das Sextett Damian & Friends gastiert auf seiner Comeback-Tour in der Kirche St. Agatha in Dietikon. Die Musiker treten normalerweise nur in Kirchen auf. Es war für die Zuhörer ein spezieller Musikabend.

Die rund 120 Zuschauer sind noch am Flüstern, als plötzlich die Klänge von Klavier, Trompete, Cello und Oboe nacheinander einsetzen. Dann beginnt Sopransängerin Iris Eggler hinter dem Publikum zu singen und schreitet zum Altar. Es folgt Tenor Damian Meier.

Es ist der Auftakt zu einem speziellen Sonntagabend in der katholischen Kirche St. Agatha in Dietikon. Nach zehnjähriger Pause tritt das Sextett Damian & Friends wieder gemeinsam auf und bereist mit ihrer «Revival Tour 2013» die halbe Schweiz. Auf der Tour bleibt die Formation ihren Wurzeln treu. Seit Beginn ihrer Zusammenarbeit vor 15 Jahren treten Damian & Friends – neben Eggler und Meier sind dies Pianistin Sabine Lehmann, Cellistin Reka Jaksics, Oboist Jean-Jaeques Goumaz und Trompeter Niggi Wüthrich – nur in Kirchen auf.

Freundschaft steht im Mittelpunkt

«Wir haben uns auf dem Konservatorium in Bern kennen gelernt und angefangen mit einer Weihnachts-Tournee. Der Altar als Bühne hat schon immer zu uns und unserem Repertoire gepasst. Deswegen sind wir dabei geblieben», sagt Meier. Für den Sänger, der unter anderem zum Schweizer Quartett I Quattro gehört, steht aber noch etwas anderes im Vordergrund: die Freundschaft und das schöne Erlebnis, das die Gruppe verbindet. «Wir haben alle viele Verpflichtungen, da wir als professionelle Musiker oft unterwegs sind. Dieses Comeback bedeutet uns allen sehr viel», so der 40-Jährige.

Pop trifft Klassik

Im ersten Teil des zweistündigen Konzerts gibt das Sextett in eleganter, schwarzer Kleidung klassische Stücke zum Besten, darunter «Ave Maria» und «Pie Jesu» aus Andrew Lloyd Webbers Requiem. Die Musik weiss zu gefallen. «Mir hat vor allem das Trompetenkonzert von Hummel gefallen, da ich dieses Stück am besten kenne», sagt Margrit Laub, die mit ihrem Mann das Konzert besucht. Der zweite Teil beinhaltetet getreu dem Motto «form Classic to Pop» moderne Pop-Lieder. «Ich bin eher ein Klassik-Fan, der zweite Teil war jedoch auch sehr schön», sagt Zuschauerin Laub.

Gefallen findet Sänger Meier am Auftrittsort. «Jede Kirche hat eine andere Akustik», sagt er. Trotz jahrelanger Erfahrung sei dies immer wieder eine Herausforderung: «Die Dietiker Kirche ist schön, aber auch gross, das spielt bei der Akustik eine wichtige Rolle», so der Tenor. Der Auftritt habe ihm gefallen. Auch die Zuschauer liessen sich von der Freude an der Musik anstecken und belohnten Damian & Friends regelmässig mit stehenden Ovationen. «Das Dietiker Publikum hat wirklich super mitgemacht», schwärmt der Tenor.

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