Oetwil
In der ehemaligen Oetwiler Post schwimmen bald Fische

Neonschwärme statt Briefmarken, Korallen statt Courverts – in der ehemaligen Post eröffnet im Februar ein Aquaristik-Fachgeschäft. Gemeinderat Urs Landis betreibt seit drei Jahren einen Online-Shop für Aquariums-Zubehör und eröffnet jetzt den Laden.

Katja Landolt
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Urs Landis und Natascha Kanitz, die künftige Geschäftsführerin des Aquaristik-Fachgeschäfts.

Urs Landis und Natascha Kanitz, die künftige Geschäftsführerin des Aquaristik-Fachgeschäfts.

Katja Landolt

Die Schalteranlagen sind herausgerissen worden, der Boden ist mit Plastik abgeklebt und in der Luft hängt der Geruch von frischer Farbe. Es tut sich was im ehemaligen Oetwiler Postlokal. Es wird lebendig: In wenigen Wochen sollen hier bis zu 10 000 Wassertierchen - Fische, Schnecken, Krebse - in den Aquarien schwimmen. Daneben gibt es alles zu kaufen, was das Fischliebhaber-Herz begehrt, vom Aquarium über Filteranlagen bis hin zum Fischfutter.

Kopf hinter dem neuen Laden ist der Oetwiler Gemeinderat Urs Landis. Landis ist in Sachen Fische kein Anfänger. Seit drei Jahren betreibt er den Online-Shop «Aqula» für Aquariums-Zubehör. «Fische darf ich über den Online-Shop nicht verkaufen, deshalb habe ich die Gelegenheit, einen eigenen Laden zu eröffnen, beim Schopf gepackt», sagt er. Den Online-Shop will er aber weiterführen.

Ein Aquarium in der Wand

Bis es im Februar mit der Eröffnung so weit ist, bleibt aber noch einiges zu tun. Erst ein paar wenige Aquarien stehen im Raum, ansonsten ist er leer. Zusammen mit der künftigen Geschäftsführerin Natascha Kanitz baut er das Lokal weitestgehend selber um.

An Ideen fehlt es den beiden nicht. Landis zeigt auf das Loch, das in der Aussenmauer klafft, darauf sei er besonders stolz. Denn wo bis vor kurzem noch der Postkasten und zwei Schaukästen eingelassen waren, soll ein Aquarium mit Meeresfischen hinkommen - «als Blickfang». Aufmerksamkeit ist Landis gewiss, und das bereits heute. «Ich habe bereits viele Anfragen, der Bedarf nach einem Aquaristik-Fachgeschäft ist riesig. Wir rechnen uns also gute Chancen aus», sagt er und lacht. Gerade im Bereich Meerwasser sei der Markt rund um Zürich ausgetrocknet. Landis will die Meerwasserfische zu Beginn importieren, so schnell wie möglich aber auf Nachzuchten aus der Schweiz zurückgreifen. «Der Natur und den Tieren zuliebe», wie er sagt. Die Süsswasserfische werden alle aus der Schweiz stammen.